SV Germania Ilmenau – FC Lokomotive Saalfeld 1:1 (0:1)

Die in den Hammergrund gekommenen Ilmenauer Anhänger wollten mit einem vollen Er­folgs­erlebnis ihrer Mannschaft gegen den in Abstiegsnöten befindenden Kontrahenten den Heimweg antreten und sahen sich zum Schluss enttäuscht. Marc Fernando schaffte in der Schlussphase des Spieles zumindest noch den Ausgleich. Germanias Trainer Wieland Kühn hatte zu Beginn der Saison darauf hingewiesen, dass der vorhandene Spielerstamm gerade dazu reichen würde, den Klassenerhalt zu sichern und bei einem Ausfall mehrere Spieler es zu einem Leistungsabfall kommen würde. Dieser Fall war dieses Mal eingetreten. Mit den Dauerverletzten David Kirsten und Marcus Finn, sowie den ampelgesperrten Benjamin Pilz und dem auf Reisen befindenden Adrian Schlott fehlten wichtige Akteure. Dazu kam, dass der Absteiger Germania und der Hammergrund immer für die Gäste Veranlassung für beson­dere Anstrengungen und verstärkten Einsatz ist.

Das praktizierten die Saalfelder von Beginn an. Sie verstärkten die Abwehr, spielten kompro­misslos und konterten mit weiten Schlägen auf ihre Angriffsspitzen. Germania fand dazu keine Einstellung. Das Kurzpassspiel im Mittelfeld funktionierte nicht und Lok konnte immer wieder die Ilmenauer Aktionen unterbinden. Das hätte vielleicht anders ausgesehen, wenn gleich nach Beginn der Fernschuss von Marc Fernando statt knapp daneben ins Tor gegan­gen wäre. So aber bauten sich die Gäste auf und gingen mit ihrem ersten Angriff nach zwan­zig Minuten in Führung. Martin Glombik, erlief sich auf der linken Seite eine Steilvorlage und flankte nach innen. Dort blieb Marcel Sablowski ungedeckt und konnte unbedrängt den Ball unhaltbar für Maximilian Kott im Ilmenauer Tor unterbringen. Daraufhin wurden die Lokspie­ler mutiger und hatten zunächst durch einen Freistoß, von Florian Erdmann getreten, der am Tor vorbeiging und einem weiteren durch den gleichen Spieler, der von Kott gehalten wurde, weitere Gelegenheiten. Germania war zwar weiter tonangebend, erarbeitete sich aber nur wenige Erfolg versprechende Möglichkeiten. Es fehlte an steilen Pässen in die Tiefe. So muss­­ten sich die Angreifer Fernando und Maximilian Walch, später Toni Rinn die Bälle von hinten holen. Der Ausgleichstreffer durch Fernando zeigte, wie es zu machen gewesen wäre. Er wurde steil angespielt, ließ seinen Gegenüber aussteigen und traf von der Straf­raum­gren­ze in die linke Torecke. In der Schlussminute strich ein von ihm aus der Distanz geschossener Ball knapp am linken Pfosten vorbei ins Aus.

Wieland Kühn schlussfolgerte nach dem Spiel: „Unsere spielerischen Grenzen wurden deut­lich. Wir haben uns zwar bemüht, waren aber nicht in der Lage, dem hoch motivierten und massiert stehenden Gegner mit spielerischen Mitteln zu begegnen. Mit der Brechstange war da nichts zu machen. Das erzielte Tor baute Lok noch auf. Der Gegner hat sich den Punkt ver­dient.“

Germania: Kott, Döring, Rinn Dobrocki, Gerhardt, Fanev, Jüngling, Milyanov (77. Metzmacher), Werner (67. Terziev), Walch (60. Amarell), Fernando.

Lokomotive: Avdija, Sablowski (87. Schulz), Glombik, Weiße, Müller, Geßner, Erdmann (90. Graber), Neumann (72. Rudolph), Deike, Dörfler, Heilmann.

Schieri: Patrick Runknagel, Barchfeld

Zuschauer: 70

Tore: 0:1 Sablowski (20.), 1:1 Fernando (80.)

29.10.2011  John Schmidt

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