SV Stahl Unterwellenborn – SV Germania Ilmenau 0:1 (0:0)

Die Ilmenauer Germania-Mannschaft wollte bei den heimstarken Unterwellenbornern den ersten Auswärtssieg einfahren. Diese waren bisher auf eigenem Platz sehr erfolgreich ge­wesen und hatten u. a. gegen Saalfeld mit 7:1 und Kaltennordheim mit 6:0 gewonnen. Ihre Spielstätte befindet sich im Unterwellenborner Ortsteil Röbnitz und besitzt zwei Plätze. Leider wurde die Partie auf dem kleineren Nebenplatz ausgetragen, der aufgrund seiner ge­rin­geren Di­mensionen für die Gastgeber sprach. Es konnte verengt werden und bot für das Flügelspiel wenig Raum. So kam es auch. Die Gastgeber verstärkten zu nächst ihre Abwehr und versuchten mit schnellen Konterangriffen zum Erfolg zu kommen. Ilmenau wiederum tat sich sehr schwer, vertändelte sich im Mittelfeld und fand kaum einmal eine Möglichkeit, das Tor  der Hausherren zu gefährden. Sie hatten es ihren Torwart Maximilian Kott zu verdan­ken, dass sie nicht in Rückstand gerieten. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Nun mit dem Wind im Rücken konnte verstärkt ein Angriffsdruck aufgebaut werden. Es gelang der Füh­rungs­treffer und zum Spielende hin war die Möglichkeit für einen höheren Sieg gegeben.

Die ersten Gelegenheiten ergaben sich für die Gastgeber. Bei einem Freistoß aus der Distanz, den der agile Mario Reichmann ausführte, rutschte Kott aus. Der Ball strich aber knapp am Ilmenauer Tor vorbei. Als Toni Rinn am Gegner und Ball vorbeisegelte, hatte Reichmann freie Bahn. Er lief allein Kott entgegen, der aber mit dem Fuß einen möglichen Treffer verhin­dern konnte. Reichmann machte weiter auf sich aufmerksam. Er versuchte es mit zwei weiteren Freistößen, die Kott auf dem Posten sahen. Als Adrian Schlott aber beim Abwehrversuch den Ball an die Querlatte köpfte, wäre er machtlos gewesen. Erst kurz vor der Halbzeitpause gab es für Germania die erste größere Chance. Jünglings von links abgeschossener Ball ge­langte abgefälscht zu Benjamin Pilz, der die Kugel neben das Tor setzte.

Mit dem Anpfiff zur zweiten Halbzeit wurde das Spiel der Ilmenauer aggressiver. Jüngling ging rechts auf und davon. Seine Eingabe wurde zur Ecke abgewehrt. Die Ecke wurde kurz ausgeführt und durch Foul unterbrochen. Lyuboslav Milyanov schlug den folgenden Freistoß von rechts vor das gegnerische Tor. Petko Fanev reagierte am schnellsten. Der durch ihn aus Nahdistanz geschossenen Ball wurde von Markus Arper ins Tor zum 0:1 abgefälscht. Die Gast­geber mussten nun die Abwehr öffnen und es ergaben sich weitere Chancen für die Gäste. Milyanov setzet nach einer Kombination den Ball knapp neben das Tor. Marc Fernan­dos Schuss nach einem Alleingang kam zu schwach.  Bei einem weiteren Versuch, den Tor­wart auszuspielen, scheiterte er an diesem. Zwischendurch bemühten sich die Gastgeber um den Ausgleich. Kott wurde aber nur einmal ernsthaft durch Patrick Hohmuth geprüft, als der von zehn Metern abschoss. Danach musste er nach einem Zusammenstoß mit einem Angrei­fer längere Zeit behandelt werden, konnte dann aber weiterspielen. Der Schiedsrich­ter blieb auch in der Schlussphase bei seiner eingeschlagene Linie. Er fand dabei nicht immer die Zu­stimmung  der Beteiligten, brachte das Spiel aber gut über die Runden. Germania ge­wann verdient.

Germania-Trainer Wieland Kühn urteilte nach dem Spiel: „Mit dem Ergebnis bin ich einver­standen, mit dem Spiel nicht. Während wir in der Abwehr sicher standen, fehlten in der Vor­wärtsbewegung die Ideen. Letztlich zählt der Sieg.“

SV Stahl: Lanz, Benz (87. Perthun), Bratke, Göllnitz (72. Hohmuth), Arper, Lerche, Lang­ hammer,  Buschmann, Gretsch, Reichmann, Kowalleck.

Germania: Kott, Schlott, Dobrocki, Rinn, Gerhardt, Döring, Milyanov (90.Amarell), Pilz, Fanev, Jüngling, Fernando.

Schieri: Christian Möller, Wormstedt

Zuschauer: 80

Tor: 1:0  Fanev (47.)

8.10.2011  John Schmidt

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