SV Germania Ilmenau – TSV Germania Sonneberg-West 6:0 (2:0)

Nachdem die bisherigen Spiele der Ilmenauer in taktischer und spielerischer Hinsicht nicht nach den Vorstellungen ihres Trainers verlaufen waren, zeigten sie dieses Mal eine Leistung, die ihnen nahe kamen. Er hatte auch bei der Aufstellung ein gutes Händchen. Bis auf einige leichte individuelle Probleme in der Abwehr zu Beginn des Spieles überzeugten alle Mann­schaftsteile. Vor allem stimmte die Harmonie zwischen ihnen. So gelang es, das Spiel über das Mittel­feld, mit Fanev, Jüngling Döring und Pilz gut besetzt, schnell nach vorn zu bringen und die Angreifer Fernando und Milyanov in Szene zu setzen. Im Ergebnis ergaben sich Chancen. Sie wurden weitestgehend genutzt und bei größerer Konzentration wäre ein höheres Ergebnis möglich gewesen, nicht zuletzt wegen des ausgelassenen Strafstoßes. Die Gäste konnten da nur reagieren, ihr Agieren blieb bescheiden.

Die Gastgeber gingen sofort in die Offensive. Nach Eingabe von Fernando von der rech­ten Seite schlenzte Milyanov den Ball übers Tor. Wenig später machte er das besser. Döring legte ihm nach einer sehenswerten Kombination den Ball vor und er setzte die Kugel aus Nahdistanz in die linke Torecke zum 1:0. Nachdem Fanev im Strafraum zu Fall gebracht worden war, schoss der sonst sichere Elfmeterschütze Pilz, den fälligen Strafstoß über die Querlatte. Erst nach 25 Minuten hatten die Gäste eine Gelegenheit, den Ausgleich zu erzie­len. Eine Unsicherheit vor dem eigenen Tor bereinigte Germania-Keeper Kott, nachdem Schwesinger frei vor ihm aufgetaucht war. Nach weiteren guten Spielzügen erhöhte Milya­nov auf 2:0. Er schlenzte den Ball über Gästetorwart Rebhan hinweg ins Tor. Es war erneut Döring, der ihm den Ball vorgelegt hatte. Damit war auch der Widerstand der Bettel­hecker Mannschaft gebrochen, denn nach Wiederbeginn hatte Germania den Gegner voll im Griff. Direkt nach dem Anstoß zur zweiten Halbzeit erzielte Fernando das 3:0. Er erlief sich einen Steilpass und versetzte den Keeper. Nachdem Mannschaftskapitän Rinn im Alleingang noch an Rebhan gescheitert war, traf Fanev völlig freigespielt zum 4:0 in die kurze Ecke. Er ermög­lichte wenig später Milyanov einen weiteren Treffer zum 5:0, indem er diesen von rechts den Ball einschussbereit vorlegte. Das Schlussresultat besorgte Fernando. Er umspiel­te von links kommend den Torwart und traf aus spitzem Winkel zum 6:0. Den An­schlusstreffer verhin­derte Kott im Herauslaufen. Büchner war vor ihm frei aufgetaucht, kam aber am Ilmenauer Torhüter nicht vorbei. Der Schiedsrichter überzeugte.

Der oberfränkische Lichtenfelser Gästetrainer Mario Bohnenstengel, der bis zum letzten Jahr über zehn Jahre lang das Tor des Sonneberger FC 04 gehütet hatte, stellte nach dem Spiel resigniert fest: „Wir hatten gegen eine spielerisch starke Ilmenau Mannschaft keine Chance, ka­men überhaupt nicht ins Spiel und sind noch gut bedient.“

Wieland Kühn zeigte sich vom Spiel seiner Mannschaft angetan: „Wir haben uns anders als in den Spielen vorher gezeigt. Wir waren präsent, kamen gut ins Spiel und gestalteten es durch­gehend. Die Gäste gaben dann auf und wir uns mit dem Ergebnis zufrieden.“

Germania: Kott, Rinn (72. Werner), Dobrocki, Schlott, Gerhardt (70. Amarell), Pilz, Fanev, Döring, Jüngling, Milyanov (66. Walch), Fernando.

TSV: Rebhan, Haas, Meusel (64. Ries), Rauh, Rexheuser, Kirchner, Fischer, Schwe­ sin­ger, Büchner, Heßland (46.Leuthäuser), Gögel.

Schieri: Sebastian Postel, Erfurt

Zuschauer:120

Tore: 1:0/2:0 Milyanov (8./38.), 3:0 Fernando (46.), 4:0 Fanev (57.), 5:0 Milyanov (64.), 6:0 Fernando (66.).

John Schmidt

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