Landesklasse Staffel Süd

1. FC Sonneberg 2004 – SV Germania Ilmenau 2:1 (2:0)

Der Tabellenführer FC Sonneberg wollte von Anbeginn für klare Verhältnisse sorgen und begann das Spiel offensiv. Die Gäste versteckten sich nicht und hielten dagegen. Sie hatten auch die erste Gelegenheit. So kam Benjamin Pilz vor der Strafraumgrenze zum Schuss. Der Ball lag gut, wurde aber von einem Abwehrspieler abgefälscht. Bei den Gastgebern machte vor allem Markus Büchner auf sich aufmerksam. Seinen Distanzball wehrte Kott zur Ecke ab. Bei nachfolgenden Freistößen zielte er zu ungenau. Die Bälle lagen neben und über dem Ilmenauer Tor. Mit einer Glanzparade hielt Sonnebergs Keeper Lukas Heß sein Tor rein. Er lenkte den von Petko Fanevs gut platzierten Schuss zur Ecke ab. Eine Chance ergab sich für Marc Fernando. Er hob nach Zuspiel von Fanev den Ball über Heß hinweg, aber ins Aus. Auf der Gegenseite war es Maximilian Kott, der Marcel Winkler den Ball vom Fuß nahm. Es folg­ten drei Minuten, die eine Vorentscheidung für das Spiel brachten. Adrian Schlott spielte Winkler den Ball in den Lauf. Der schoss sofort ab und der Ball landete zum 1:0 über den vor dem Tor stehenden Kott unter der Querlatte. Die Ilmenauer hatten sich noch nicht richtig gefunden, da kam auf der linken Seite Büchner in Ballbesitz, drehte nach innen und schoss freistehend den Ball zum 2:0 in die linke Ecke. Danach versuchte Germania verstärkt den Anschluss zu erreichen. Das Spiel nahm härtere Formen an und drei Ilmenauer sahen hinter­einander vom Schiedsrichter die Gelbe Karte gezeigt. Als kurz vor der Halbzeitpause bei einer weiteren Karambolage Büchner nachtrat, wurde er vom Unparteiischen Stephan Reichardt vom Platze gestellt. Das löste bei den Sonneberger Spielern, ihrem Trainer und den Zu­schau­ern Empörung aus. Sonnebergs Trainer Daniel Meyer verbannte Reichardt zu Beginn der zweiten Halbzeit hinter die Barriere. Was danach folgte, hatte mit dem eigentlichen Sinne des Fußballs wenig zu tun. Der Kampf überwog und bei jeder Gelegenheit unterbrach der Schiedsrichter das Spiel. Eine schöne Kombination, die über Marcus Finn zu Pilz lief, schloss dieser mit dem Anschlusstreffer zum 1:2 ab. Danach fehlte den Gästen einfach das Vermö­gen, auf diese Weise den dezimierten Gegner auszuspielen, Chancen herauszuarbeiten und ein mögliches Remis zu erzielen. Sonneberg verwaltete das Ergebnis und verlegte sich auf einzelne Konter. Dabei überwogen die Unterbrechungen, da bei jeder Gelegenheit die zu Fall gekommenen Gastgeber Probleme hatten, wieder auf die Beine zu kommen. Nach einer Nachspielzeit von fünf Minuten hatten die Gastgeber den knappen Sieg über die Zeit  ge­bracht. Der Schiedsrichter wurde gnadenlos ausgepfiffen.

Trainer Wieland Kühn schlussfolgerte nach dem Abpfiff: „Das Spiel lief an der Grenze des Erlaubten. Es wurde zu hart und zu unsauber geführt.  Meine Mannschaft sah sich außer­stande, ihre Überzahl zu nutzen. Sie fand kein Mittel gegen die harte und kämpferische Spielart der Gastgeber. Fußball ist nicht nur Spiel, sondern auch Kampf. Und diese kämp­ferische Einstellung ist bei uns auf zu wenige Schultern verteilt. Zu allem Überfluss bestrafen wir uns selbst durch krasse Fehler.“

1. FC 2004: Heß, Röhr, Schug, Dorst (86. Horn), Motschmann, Wild, Winkler (68. Steiner), Büchner (43. RK), Räder, Schreck (90. Heubach), Funke.

Germania: Kott, Schlott, Walch (66. Werner), Jüngling, Rinn, Finn (62. Amarell), Dobrocki, Fanev, Pilz, Fernando, Gerhardt.

Schieri: Stephan Reichardt, Greiz

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Winkler (28.), 2:0 Büchner (31.), 2:1 Pilz (66.)

John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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