Landesklasse  Süd

SV EK Veilsdorf – SV Germania Ilmenau 5:1 (1:1)

Germania Ilmenau musste im Veilsdörfer Weibachgrund eine hohe 1:5-Niederlage hinneh­men. Die Gastgeber hatten in der Vorwoche im Landespokal gegen Wacker Nordhausen mit 1:8 verloren. In den bisherigen Punktspielen erzielte man zwei Remis. Mit dem Erfolg über Ilmenau kam bei ihnen die Zuversicht zurück. Dem Verlauf des beiderseitig schwachen Spie­les nach waren alle Möglichkeiten gegeben. Veilsdorf profitierte von krassen individuellen Fehlern der Ilmenauer Mannschaft und kam dadurch in der Schlussphase zu diesem hohen Sieg. Das Ergebnis ist kein außergewöhnliches und kommt auch in höheren Klassen zustande.

Es ist im konkreten Fall auch nicht mit dem Fehlen von Marc Fernando, David Kirsten und Daniel Döring zu begründen. Prognostisch hat Trainer Wieland Kühn als Zielstellung den Klas­senerhalt angegeben. Er ging aus vom Leistungsniveau des ihm zur Verfügung stehenden Ka­ders. Die Mannschaft ist jung, erfahrene Spieler sind rar und Führungspersönlichkeiten feh­len. Die Nachwuchsspieler müssen erst an die höheren Anforderungen herangeführt wer­den. Deshalb kommt es darauf an, durch eine verstärkte mannschaftliche Geschlossen­heit individuellen Fehlern zu begegnen und das schon im nächsten Heimspiel gegen Sachsen­brunn.

Die Ilmenauer Gäste kamen zu Beginn schwer ins Spiel. Das kam den Veilsdöfern zu Pass. Sie begannen offensiv und erspielten sich erste Gelegenheiten. Nachdem ein 20Meterschuss von Kevin Diller noch abgefälscht über das Gästetor strich, war es wenig später Tom Otto, der rechts frei auftauchte und mit einem Schrägschuss ins lange Toreck die Führung für die Gastgeber erzielte. Maximilian Kott hatte keine Abwehrchance. Danach stand der Ilmenauer Keeper mehrfach im Mittelpunkt des Geschehens und verhinderte zweimal im Herauslaufen einen größeren Rückstand. Die Veilsdörfer gingen mit vollem Einsatz in die Zweikämpfe und mussten frühzeitig durch Verletzungen ihr Auswechslerpotenzial ausschöpfen. Erst Ende der ersten Halbzeit konnte sich Germania aus der Abwehr lösen und verstärkt das EK-Tor be­drän­gen. Nach Freistoß von Marcus Finn erzielte Benjamin Pilz im Nachsetzen den 1:1-Aus­gleich. Nach Wiederbeginn setzte Germania seine Angriffsbemühungen fort. Eine Kombina­tion, die über Markus Amarell zu Christopher Werner lief, schaltet den Torhüter der Gastge­ber aus. Werner wurde aber zu weit abgetrieben und konnte den Ball nicht im leeren Tor unterbringen. Ein Fehler von Kott ermöglichte die erneute Führung für die Gastgeber. Ein weiter Flugball wurde in den Germania-Strafraum geschlagen. Der Keeper faustete den Ball zur Seite und Diller köpfte diesen ins leere Tor. Die Gäste waren geschockt und überließen Veilsdorf die weitere Initiative. Marcel Tuchenhagen schaltete nach Ecke am schnellsten und stieß den Ball aus Nahdistanz zum 3:1 über die Torlinie. Steffen Trier nutze eine Eingabe von links und schoss rechts freistehend zum 4:1 ein. Schließlich verlor Adrian Schlott den Ball an Trier. Kott stieß im Herauslaufen mit diesem zusammen und Schiedsrichter Wittler zeigte auf den Elfmeterpunkt. Tuchenhagen verwandelte den Strafstoß sicher zum 5:1-Endstand.

Ilmenaus Trainer Wieland Kühn schätzte nach dem Abpfiff ein: „Meine Mannschaft war nicht in der Lage, die taktischen Vorgaben im Spiel umzusetzen. Wir kamen schwer in dieses hi­nein und doch schließlich zum Ausgleich. Als wir nach der Pause das Spiel bestimmten, glaub­­ten wohl einige, es würde alles allein weiterlaufen. Nach dem erneuten Gegentor häuf­ten sich die Fehler. Es gab Schuldzuweisungen, denen eigen Fehler folgten. Wir müssen ein­facher spielen. Gelingt uns das nicht, sind wir unsere größten Gegner selber.“

SV EK: Reimpel, Dörfel, Kreußel, Keller (36. Thiel), Wirsing, Otto (41. Schneider),  Gold­schmidt, Tuchenhagen, Diller, Trier, Erdenbrecher (46. Frischmuth).

Germania: Kott, Werner (83. Milyanov), Schlott, Jüngling, Rinn, Amarell, Finn, Dobrocki,Pilz, Metzmacher (55. Walch), Gerhardt.

Schiedsr. Christopher Wittler, Suhl

Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Otto (11.), 1:1 Pilz (45.), 2:1 Diller (65.), 3:1 Tuchenhagen (76.), 4:1 Trier(80.), 5:1 Tuchenhagen (87. Foulstrafstoß).

10.9.2011  John Schmidt

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