SV 08 Thuringia Struth/Helmershof – SV Germania Ilmenau 3:1 (1:1)

Die Germania-Mannschaft musste in Struth die Erfahrung machen, dass auch in der Lan­des­klasse die Spiele nicht im Vorübergehen zu gewinnen sind. Fußballspiele werden gepaart mit der erforderlichen kämpferischen und taktischen Einstellung im Kopf entschieden. Davon wa­ren die Spieler zumindest nach einer halben Stunde weit entfernt. Bis zu diesem Zeitpunkt dominierte nur eine Mannschaft, die der Ilmenauer. Bis auf einen Konter das Gastgeber, den Thorwardt mit einem Schuss neben das Tor abschloss, zeigten die Gäste flüssige Angriffszü­ge, die durch Fernando  mit dem 0:1 abgeschlossen wurde. Am langen Pfosten postiert, traf er nach einem durch Finn von rechts hereingegeben Freistoß in die kurze Torecke. Vordem und danach hatte Germania durch Amarell, Werner und Schlott weitere klare Gelegenheit, das Ergebnis auszubauen. Sie wurden leichtfertig vergeben. Als Fernando im Strafraum ge­foult wurde, blieb der Pfiff des jungen Unparteiischen aus. Im Verlaufe des Spieles zeigten er sich und seine Assistenten in der Spielleitung überfordert.  Germania besiegte sich aber selbst. Kurz vor der Halbzeitpause beging Werner übermotiviert ein Foul und wurde ver­warnt. Unmittelbar danach war er erneut in eine ähnliche Situation verwickelt. Das führte beim Gegner und den Zuschauern zu hektischen Zurufen. Trainer Wieland Kühn reagierte sofort und nahm Werner vom Feld. Als unmittelbar darauf Gerhard im eigenen Strafraum hart einstieg, entschied der Unparteiische auf Strafstoß, den Thorwarth neben das Tor schoss. Im Abwehrbereich verlor Germania vorübergehend die Übersicht. Die Gastgeber erliefen sich auf der rechten Seite einen Einwurf. Der Ball wurde scharf nach innen ge­schla­gen und von Rinn bedrängt durch Roy Kirchner aus Nahdistanz zum 1:1-Ausgleich verwan­delt.

Das baute nach Wiederbeginn die Gastgeber auf. Die Ilmenauer kamen von ihrer spieleri­schen Linie ab und ließen sich mehr und mehr in Zweikämpfe verwickeln , die oftmals durch den Schiedsrichter einseitig beendet wurden.  Leidtragender wurde Malch, der gerade einge­wechselt, unberechtigt die Ampelkarte sah. Keßler nutzte einen Stellungsfehler der Ilme­nauer zum 2:1. Er lief über links unbedrängt auf Bradsch zu und schoss den Ball in die lange Torecke. Für die Gäste ergaben sich weitere Gelegenheiten. Fernando bediente Pilz, dessen Ball abgefälscht vom Lattenkreuz aufgehalten wurde und Fernandos Eingabe wurde durch Lars Kirchner an die Querlatte gelenkt. Als nach einem weiteren Einwurf die Gastgeber von rechts zum Flanken kamen, stand Thorwarth am langen Pfosten goldrichtig und köpfte den Ball zum entscheidenden 3:1 ins Tor.

Ilmenaus Trainer fand nach Spielende einige kritische Worte: „Das frühe Tor, das relativ ein­fach zustande kam, verleitete meine Mannschaft zur Leichtfertigkeit im Umgang mit den vor­handenen Torgelegenheiten. Nach der Wucht, die ins Spiel kam und an der wir nicht unbe­teiligt waren, kamen wir von unserer spielerischen Linie ab. Da stimmte phasenweise die Einstellung nicht. Unser Spiel ist nach einer halben Stunde zusammengebrochen.“

SV  Thuringia: Rothamel, Häfner, L. Kirchner, Hofmann ( 86. Weisheit), R. Kirchner, Thorwarth (80. Flache), Eckhardt, Keßler (82. Plötner), Chasseur, Happich, Kratsch.

Germania: Bradsch, Kirsten, Werner (44. Pilz), Schlott, Rinn, Amarell (63 Walch (77. GR), Finn, Fernando, Döring, Gerhardt.

Schieri: Patrick Runknagel, Barchfeld

Zuschauer: 250

Tore: 0:1 Fernando (21.), 1:1 R. Kirchner (44.), 2:1 Keßler (50.), 3:1 Thorwarth (79.)

19.8.2011  John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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