Köstritzer Landespokal – Qualifikationsrunde

SV Eintracht Erfurt – SV Germania Ilmenau 2:0 (1:0)

Germania Ilmenau überstand die Qualifikationsrunde beim Aufsteiger zu Landesklasse, Staf­fel Nord Eintracht Erfurt nicht und schied aus dem Pokalgeschehen aus. Die Ilmenauer mach­ten damit ihre ersten Erfahrungen, was zukünftig unter Wettkampfbedingungen auf sie zu­kommen wird. Sie trafen auf einen Gegner, der kämpferisch alles in die Wagschale warf und mit spielerischen Mitteln allein nicht zu bezwingen war. Den Gästen war zwar der Wille nicht abzusprechen, die taktischen Mittel reichten aber nicht aus, um als Sieger vom Platz zu ge­hen. Schon der enge Kunstrasenplatz bereitete ihnen Probleme. Dem praktizierten Kurzpass­spiel folgte selten der bemessene Pass in die Tiefe. Entweder endete die Aktion in den Bei­nen der massierten Eintracht-Abwehr oder der Ball lief den Angreifern davon. Der frühzeitige Gegentreffer spielte den Erfurtern in die Karten. Sie verengten die Räume und verlegten sich auf Konterangriffe. Als zum Spielende hin Germania alles auf eine Karte setzte und die Ab­wehr öffnete, führte wenige Minuten vor dem Abpfiff einer dieser Konter zur endgültigen Entscheidung. Ein Handicap für Germania war auch das Ausscheiden von Michael Jüngling, der nach krankheitsbedingter Trainingspause wegen einer Zerrung das Spielfeld verlassen musste. Die Gastgeber gingen schon nach wenigen Minuten in Führung. Germania-Keeper Kott konnte einen Aufsetzerball nur zu Ecke ablenken. Der folgende Eckball gelangte zu dem lang stehenden Feller, der aus spitzem Winkel in die rechte Torecke traf. Die Gäste blieben danach überwiegend in Ballbesitz, kamen aber kaum einmal vor das gegnerische Tor. Als nach einem Erfurter Befreiungsschlag Kolpar allein vor Kott auftauchte, riskierte der Kopf und Kragen, um einen weiteren Gegentreffer zu verhindern. Eine erste Ilmenauer Gelegen­heit ergab sich für Jüngling nach einer Viertelstunde. Er zog aber den Ball am rechten Pfosten vorbei ins Aus. Werners Kopfball nach Flanke von Finn ging über das Tor und Finns 20Meter-Freistoß war zu unplatziert. Vordem tauchte Hofmann allein vor Kott auf, der erneut Sieger blieb. Nach Wiederbeginn verhinderte zunächst Kott einen weiteren Gegentreffer gegen Kolpar. Danach spielte sich das meiste in der Erfurter Spielhälfte ab. Kirsten jagte einen Frei­stoßball aus der Distanz über die Querlatte. Finn bediente Fernando, der von rechts kom­mend, nur den Balken traf. Nach zu kurz abgewehrtem Eckball landete die von Werner wei­tergeleitete Kugel nur am Lattenkreuz. Zwischendurch bereinigten Rinn und Kott bei Über­zahl-Kontern der Gastgeber die Situation. Als kurz vor Schluss Schack erneut allein vor dem Ilmenauer Schlussmann auftauchte, hatte der gegen dessen Flachschuss zum 2:0 keine Abwehrchance. Germania-Trainer Wieland Kühn zog nach dem Spiel folgendes Fazit:

„Wir kontrollierten in der ersten Halbzeit überwiegend den Ball, bespielten aber nur den Gegner, ohne den erforderlichen Druck auf das gegnerische Tor zu entwickeln. Nach der Pause sind wir nur schwer ins Spiel zurückgekommen. Wir kamen zwar zu Chancen, ließen die aber aus. Da wir es an der nötigen Disziplin und Ordnung fehlen ließen, ermöglichten wir den Gastgebern weitere Gelegenheiten, die eine davon zu ihrem verdienten Sieg genutzt wurde. Uns fehlte ein Spiritus Rektor, der für die Motivation sorgt und den Takt angibt.“

Eintracht:        Mittelbach, Köhler-Thees, Eitberger, Wiederhold, Schmoll, Feller, Hofmann, Groß, Busse, Schack, Kolpar.

Germania:       Kott, Kirsten, Werner, Schlott, Jüngling (68. Menzel), Rinn, Finn, Pilz, Fernan­do, Dörring, Gerhard.

Schieri:              Christian Nimpsch, Wundersleben

Zuschauer:      80

Tore:                     1:0 Feller (4.), 2:0 Schack (86.).

30.7.2011  John Schmidt

3 Kommentare
Kategorien: Allgemein, Männer

3 Kommentare

  1. Was soll man dazu noch sagen.Es tut einfach nur weh diese Mannschaft spielen zusehen. So schlecht habe ich noch nie eine Germania Elf gesehen. Dies wird auch nicht besser werden. Ein „Dank“ geht an den Vorstand der dies alles zu verantworten hat. Was wurde letztes Jahr alles versprochen. Nichts aber auch Garnichts wurde eingehalten, umsomehr alles kaputt gemacht. Viele Grüße..

    olaf müller am 31. Juli 2011 um 09:03
  2. So schwarz würde ich nicht sehen, diese Mannschaft ist im Duchschnittalter sehr jung. Wir würden einen solchen Nachwuchs gern haben. Die Saison fängt doch erst an.Abwarten wird schon werden.

    Feller,Frank am 1. August 2011 um 15:42
  3. Man kann auch vieles schön reden! Wie zu lesen war braucht ja die A-Junioren Mannschaft selbst ihre Spieler & Herr Dörring ist auch nur begrenzt einsetzbar. Mir tut echt der Trainer leid. Wenn man als Absteiger nicht einen Aufsteiger schlagen kann ist das schon ein Zeichen.Ich weiß nicht ob ich zu schwarz seh aber es wird so schwer wie jetzt die Mannschaft aufgestellt ist.Die Mannschaft muss aufpassen dass sie nicht durchgereicht wird.Warum bekommen die Verantwortlichen keine schlagkräftige Truppe zusammen das unserer Trainer ordentlich arbeiten kann? Viel Glück Herr Kühn sie haben schon so viel für Germania getan..Hut ab!!

    olaf müller am 3. August 2011 um 13:57