Testspiel

SV Germania Ilmenau – SG Reurieth/Dingsleben 2:2 (2:1)

Beide Mannschaften hatten Besetzungsprobleme. Bei den Gastgebern fehlten mit Maxi­mi­lian Kott, Dan Dobroki, Michael Jüngling und Toni Rinn u. a. Spieler, die der Mannschaft das Gepräge geben und kurz vor der Pause musste Marc Fernando wegen einer alten Ver­letzung, die sich bemerkbar machte, vorsichtshalber ebenfalls den Platz verlassen. Konnte Germania in der ersten Halbzeit halbwegs noch überzeugen, wurden nach Wiederbeginn individuelle Mängel einiger Spieler sichtbar, die dem Vertreter der Regionalklasse, Staffel 9 das Remis ermöglichte. Trainer Wieland Kühn erkennt bei seiner Mannschaft Schwächen im takti­schen Verhalten und versucht mit diesbezüglichen Spielformen positive Veränderungen zu errei­chen. Mit dem schrittweisen Übergang zur Viererkette soll die Spielweise variabler und effektiver werden. Dazu bedarf es der individuellen Verbesserung der technischen und tak­tischen Fähigkeiten der einzelnen Spieler. Dort liegen derzeit die größten Probleme. Sie tra­ten in der zweiten Spielhälfte deutlich zutage. So gelang es im Angriff nicht, den erreich­ten Vor­sprung weiter auszubauen und in der Abwehr ermöglichten krasse Fehler den Gästen die Gegentreffer. Germania begann offensiv, kombinierte zunächst gut und ging frühzeitig durch Fernando in Führung. Junior Tobi Metzmacher, der sich gut in das Spielgeschehen einfügte, passte auf Ersteren und der ließ Philipp Allzeit im Gästetor keine Abwehrchance. Metzma­cher schlenzte später nach einer flachen Eingabe von Christoph Werner freistehend den Ball über den Balken. Erstmalig nach einer halben Stunde wurde es für das Ilmenauer Tor gefähr­lich. André Wiener überflankte von der Grundlinie Germania-Keeper Junior Nils Bradsch. Adrian Schlott lenkte vor dem einschussbereiten Patrick Jäger den Ball zur Ecke. Schon im Gegenzug erzielte Schlott nach einem zu kurz abgewehrten Eckball das 2:0. Er traf aus Nah­distanz in die linke Torecke. Kurz vor dem Halbzeitpfiff kamen die Gäste zum Anschlusstref­fer. Jäger blieb im Ilmenauer Strafraum unbeachtet und schoss den Ball von links ins kurze Eck. Nach Wiederbeginn konnten die Ilmenauer nicht an die Vorpausenleistung anknüpfen. Junior Steven Rose kam für Fernando und Werner wechselte in die Sturmmitte. Er konnte das Spiel vorzeitig entscheiden. Zweimal völlig freigespielt, verfehlte er aus nächster Nähe das gegnerische Tor. Vordem hatte Metzmacher nach einem Eckball Benjamin Pilz ange­schos­sen, der dadurch einer weiteren Treffer verhinderte. Gravierend waren die Patzer in der eigenen Abwehr. Nach Ballverlust stieg David Kirsten gegen Jäger von der Seite ein und brachte ihn zu Fall. Der folgende Freistoß brachte für die Gäste nichts ein. Erfolgreich waren sie aber kurz vor Spielende. Kirsten verlor erneut den Ball an Jäger. Der lief frei auf Bradsch zu und konnte ihn mit einem Flachschuss zum 2:2 überwinden. Wieland Kühn war mit dem Ablauf der ersten Halbzeit einverstanden. Er sah sich aber in seiner Auffassung bestätigt, dass die Schwerpunkte der Arbeit in der in individuelle Verbesserung der technischen und taktischen Fähigkeiten der Spieler liegen muss. Das Fehlen der vorgenannten Spieler blieb nicht ohne Auswirkungen. Da sich bis zum kommenden Mittwoch personell keine Verbesse­rung ergibt, konnte der Bitte des SV 09 Arnstadt nicht entsprochen werden, für den USV Jena einzu­springen, der das Spiel abgesagt hatte.

Germania: Bradsch, Kirsten, Drews, Gerhardt,  Schlott, Metzmacher, Amarell, Pilz, Finn,Werner, Fernando  (46. Rose).

SG Reurieth/D: Allzeit, Allmeritter, Luther, Simon, Sauer, Wiener, Werner, Haum, Graßmuck,  Jäger, Walther.

Schieri: Tim Annemüller, Schleusingerneundorf

Zuschauer: 40

Tore: 1:0 Fernando (10.), 2:0 Schlott (31.), 2:1/2:2 Jäger (45./84.).

John Schmidt

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Kategorien: Allgemein, Männer

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