SV Germania Ilmenau SV Rennsteig 3:0 (1:0)

In einem Fußball-Testspiel besiegte am Freitagabend Germania Ilmenau den Kreismeister und Regionalklasse-Aufsteiger SV Rennsteig mit 3:0 (1:0).

Der zweite kreisinterne Test der Germania mit einem Regionalklasseteam endete zwar standesgemäß, dennoch waren die Sorgenfalten bei Trainer Wieland Kühn ebenso wie bei den Beobachtern hinterher sehr tief. Denn eigentlich hatte die Partie bewiesen, dass die momen­tane Personalsituation des Verbandsliga-Absteigers so nicht geht. Erstmals fehlten mit Dobro­cki (Urlaub), Jüngling (erkrankt) und Rinn (angeschlagen) drei obligatorische Stammspieler – und es wurde offenbar, dass für solche Fälle eigentlich kein Ersatz zur Verfügung steht. Die A-Junioren, die diesmal zum Einsatz kamen, würden in der Punktspielsaison in ihrer eigenen Verbandsligamannschaft gebraucht, und von den Akteuren, die in der letzten Saison noch nicht zum direkten Stamm gehörten, wusste sich allein Amarell wenigstens einigermaßen und phasenweise in den Spielfluss einzuordnen – freilich keineswegs fehlerlos. An diesem Gesamtbild, das vor allem in der zweiten Halbzeit geprägt wurde, als die Rennsteigler sogar weitgehend ausgeglichenes Feldspiel erzwangen, änderten auch eine ganze Reihe guter Angriffszüge nichts, die fast alle Fernando als Adres­saten hatten. Gegen diese Steilanspiele fand die Gästeabwehr selten das richtige Mittel. Das 1:0 entstand, als Rennsteig-Keeper Macholeth den Germania-Torjäger im Strafraum in höchster Not foulte; Pilz verwandelte den Strafstoß sicher (25.). Das zweite Tor fiel nach der vielleicht besten Aktion des Tages: Im Konter praktizierten Pilz, Fernando und Torschütze Finn ein sehr schönes Dreieckspiel (58.). Treffer Nr. 3 fiel nach einem Eckstoß von rechts, den I. Schreiber beim Abwehrversuch hinter die eigene Linie bugsierte, was der Schieds­richterassistent sah und anzeigte (72.). Kurz vor Schluss klärte dann noch Rudolph sehr gekonnt gegen den einschussbereiten Werner. Dazwischen war indes der Leerlauf-Anteil bei der Germania eindeutig zu hoch. Auch eingedenk dessen, dass der Gast seine Vorbereitung noch gar nicht richtig begonnen hat. Unter diesen Umständen lief das Spiel beim Kreismeister eigentlich gar nicht schlecht. So wie auch beim Gastgeber gab es in Schmiedefeld bisher kei­ne Zugänge; M. Schreiber verließ das Team Richtung Manebach. Die Rennsteigler bemühten sich um ihr arteigenes, weiträumiges Spiel, kamen damit vor allem nach dem Wechsel öfter an den Ilmenauer Strafraum, aber eben nicht weiter und wurden daher nur mit Freistößen gefährlich (Kühn/40., M. Möller/61.). Öfter und nicht immer unberechtigt beschwerten sie sich über die großzügige Linie des Schiedsrichters. In jedem Fall inakzeptabel war ein überhartes Einsteigen von Kirsten gegen Volk (74.), der deshalb ausgewechselt werden musste. Kirsten setzte die Partie danach nicht fort.

Ilmenau: Kott (63. Bradsch) – Drews, Kirsten (bis 75.), Schlott, Gerhardt – Pilz, Amarell – Walch (46. Werner), Finn, Rose – Fernando

Rennsteig: Macholeth – I. Schreiber – Ritter, Volk (75. Hartleb), Rudolph – H. Krämer (15. Engelhardt, 79. Fabig), Rose, Wagner (66. Franzke)– Kühn – Eger (46. Linz), M. Möller

Götze (Rudisleben) – 50 – 1.0 Pilz (25./Foulstrafstoß), 2:0 Finn (58.), 3:0 I. Schreiber (72./Eigentor)

Ralf Brückner

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