SV Germania Ilmenau – FC Einheit Rudolstadt 3:1 (1:1)

Vor dem Spiel hatte Germania-Trainer Wieland Kühn auf seine Bedeutung hingewie­sen. Obwohl der Abstieg in die Landesklasse entschieden ist, sollte die Mannschaft durch eine geschlossene Leistung den Nachweis erbringen, dass im kommenden Spiel­jahr ein intaktes Team die gestellten Anforderungen mit Erfolg angehen kann. Er sieht das auch in Hinsicht auf seine weitere Mitwirkung. Die Jungen zeigten danach, dass sie seine Worte verinnerlicht hatten. Sie wirkten geschlossen und das Spiel ging an keinem vorbei.

Die Gäste, die sich in den letzten drei Spielen aller Abstiegssorgen entledigt hat­ten, wollten auch dieses Mal erfolgreich sein. Sie spielten unbelastet, offensiv und hat­ten streckenweise spielerische Vorteile. Dem begegneten die Gastgeber mit einer kon­sequenten Deckungs- und immensen Laufarbeit sowie einem lange vermissten An­griffsspiel über die Flügel. Das war letztlich auch der Garant für die Tore. Wenn es etwas zu bemängeln gab, so waren es einige Regelwidrigkeiten in Strafraumnähe, die den Gästen durch Standards Chancen ermöglichten. Eine davon führte zur Gästefüh­rung. Nach einem Freistoß von der rechten Seite reagierte Philipp Franke am schnell­sten und köpfte den Ball in die linke Torecke. Germania zeigte sich davon wenig beein­druckt. Alexander Mantlik löste sich auf der rechten Seite von seinem Bewacher, lief auf den Rudolstädter Keeper Sebastian Bach, mit Ilmenauer Wurzeln, zu und legte auf Marc Fernando ab. Der schoss den Ball, am langen Pfosten stehend, zum 1:1-Aus­gleich ins Tor. Kurz vor dem Seitenwechsel drohte dem Ilmenauer Tor erneute Gefahr. Ein Freistoß, in den Germania-Strafraum geschlagen, wurde von Immo Trüb­ger knapp ver­passt.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde für die Gast­geber. Maximi­lian Kott fiel bei der Abwehr eines Freistoßes aufs Kreuz und musste be­handelt wer­den. Er konnte weiterspielen. Danach pegelte sich das Spiel zwischen den Strafräumen ein. Kott wehrte nach Eckball einen von Marko Lorenz aus Nahdistanz abgefeuerten Schuss ab. Germania konterte über rechts. Mantliks Eingabe schoss M­i­cha­el Jüngling volley am Gästetor vorbei. Gäste-Keeper Bach musste einen Ball prallen lassen. Fernando war zur Stelle und Marko Lorenz zog ihm die Beine weg. Den fälligen Straf­stoß verwandelte Benjamin Pilz scharf in die linke Torecke zum 2:1. Die Gäste spielten nun auf den Ausgleich und öffneten die Abwehr. In der Schlussminute konter­ten die Ilmenauer erneut. Mantlik lief über die rechte Seite zur Grundlinie und passte auf Fer­nando zurück. Der setzte den Ball zum 3:1 in die linke Torecke.

Das Fazit von Wieland Kühn lautete: „Meine Mannschaft hat durchgehend die Ordnung gehalten. Das Spiel ging an keinem vorbei und alle kämpften füreinander. Die Aufstel­lung passte, wir spielten mit und hatten die eindeutigeren Chancen. Ein Problem waren die Standards, die wir dem Gegner ermöglichten. Dem fehlten aber das letzte Auf­bäu­men und der Druck, um uns den Sieg streitig zu machen. Wir haben unser Ge­sicht nicht verloren. Das war für die Moral und Zukunft der Mannschaft wichtig“

SV Germania: Kott, Kirsten, Schlott, Jüngling, Rinn (66. Wank), Amarell (66. Pilz), Finn, Dobrocki (77. Werner), Heisch, Fernando, Mantlik.

FC Einheit: Bach, Burghause, Lorenz, Teske (43. Langhammer), Wachsmuth (62.  Que­rengässer), Gäbbler, Raab, Trübger, Franke, Hurt (66. Schenk).

Schieri: Stefan Prager, Merkendorf

Zuschauer: 90

Tore: 0:1 Franke (23.), 1:1 Fernando (32.), 2:1 Pilz (78. FE), 3:1 Fernando (90.)

11.6.2011  John Schmidt

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