FC Union Mühlhausen – SV Germania Ilmenau 5:0 (4:0)

Das Spiel in Mühlhausen sollte gegen die ebenfalls abstiegsbedrohte Union-Mannschaft zu einem Wendepunkt werden. Es endete mit einem Debakel. Die Mannschaftsverant­wortlichen hatten im Vorfeld einige Gespräche mit den Spielern geführt, um sie auf das Spiel einzustim­men. Gründe waren vorhanden, weil sich personelle Veränderungen in der Aufstellung auf­grund von Ausfällen erforderlich machten. Toni Rinn musste nach fünf Gelben Karten pau­sieren. Lukas Mosert und Julius Benkenstein standen wegen Verletzungen nicht zur Verfügung. Die angeschlagenen David Kirsten und Phil Drewes erklärten sich nach Befragung einsatzfähig. Leri Natradse ging , obwohl kaum Spiel­praxis zwischen die Pfosten und Maximilian Kott zu­nächst auf die Ersatzbank, um als Feldspieler zur Verfügung zustehen. Nach 24 Minuten ver­ließen Kirsten und Drews für die Außenstehenden überraschend das Spielfeld. Ersterer hatte anfangs der Woche einen Arbeitsunfall mit leichter Gehirnerschütterung erlitten und war nach einem Kopf­ball kurzzeitig orientierungslos. Bei Letzterem war eine Muskelverletzung wieder aufgebrochen. Für sie kamen Kott und Benjamin Wank ins Spiel. Das war aber zu die­sem Zeit­punkt schon entschieden. Die Gastgeber hatten gegen eine total verunsicherte Gästemann­schaft mit deren Beihilfe eine 3:0-Vorsprung herausgeschossen. In den ersten zehn Minuten fanden die Ilmenauer keine Bande und ermöglichten durch viele Abspielfehler den Unionern Einschussmöglichkeiten. Dann hielt Natradse einen harm­losen Ball nicht fest. Der fiel Martin Janda vor die Füße, der keine Mühe hatte, diesen zum 1:0 ins Tor zu stoßen. Nach Ballverlust von Adrian Schlott kam Daniel Schmidt in Ballbesitz und konnte unbedrängt aus 20 Metern abschießen. Nadratze kam zwar noch mit den Fingerspitzen an den Ball, konnte aber den Einschlag in den linken Torwinkel zum 2:0 nicht verhindern. Helge Alexy spielte den Ball Miroslav Verner in die Füße und der bediente sofort den schnellen Schmidt. Im Alleingang war dieser zum 3:0 erfolg­reich. Obwohl die Vorentscheidung gefallen war, bemühten sich die Ilme­nauer um eine Resultatsverbesserung und erreichten im Feld­spiel Gleichwertigkeit. Der gra­vie­rende Unterschied zwischen beiden Mann­schaf­ten wur­de aber deutlich. Bei Germania ver­miss­te man das Zusammenspiel und die Ein­zel­aktionen endeten in der Deckung der Gastgeber. Diese spielten lange Bälle. Schmidt und Verner überliefen die Ilmenauer Abwehrspieler, die augenfällige Schnellig­keitsnachteile hatten, mehrfach. Daraus resultierten die Treffer vier und fünf. Zunächst ließ Schmidt auf der linken Seite Wank stehen und traf den rechten Pfosten. Der nachsetzende Verner staubte zum 4:0 ab. Beim 5:0 lief Schmidt auf der rechten Seite Schlott davon und zog den Ball an Natradse vorbei ins lange Eck. Wenn es aus diesem Spiel für Ilme­nau etwas Gutes abzuleiten gibt, die Spie­ler gaben nie auf und kämpften bis zum Schluss. Sie erzielten ein positives Eckenver­hältnis und durch Kott einen Treffer, der nicht anerkannt wur­de, weil der Ball vordem bereits die Torauslinie überschritten hatte. Trainer Erhard Mosert war nach dem Spiel fassungslos und rang nach Worten. Er sah Ursachen im mangelnden Zu­sammenspiel und der hohen Fehlerquote im langen Winter, der einen geregelten Trainings­betrieb im Freien nicht ermöglicht hatte. Jetzt ist der Vorstand gefordert, notwendige Schritte zur Stabilisierung der Mannschaft einzuleiten.

FC Union: Kawczynski, Janda, M. Baumbach, Mönche (46. Fron/66. Hilbrecht ), Schneider,   Schönheit, Montag (72. Schwabe), Verner, Otte, P. Baumbach, Schmidt.

Germania: Natradse, Kirsten (24. Kott/ 83. Amarell), Schlott, Alexy, Jüngling, Finn, Dobrocki, Drews (24. Wank), Pilz, Fernando, Mantlik.

Schieri:                 Jürgen Backhaus,  Steinheuterode

Zuschauer:        210

Tore:                        1:0 Janda (10.), 2:0/3:0 Schmidt (13./16.), 4:0 Verner (37.), 5:0 Schmidt (76.).

7.5.2011  John Schmidt

3 Kommentare
Kategorien: Allgemein

3 Kommentare

  1. Hallo! Ich möchte gerne mal wissen wie sich die Mannschaft noch retten will? Der Kader ist viel zu klein aber das wissen wir ja nicht erst seit gestern!!

    Peter Garske am 8. Mai 2011 um 10:25
  2. ich glaube nicht mehr an eine Rettung!! Schade! Solange war Germania in der Landesklasse bis sie vor 5 Jahren aufgestiegen ist.

    Peter Garske am 8. Mai 2011 um 10:27
  3. Wir werden alles versuchen, wenn alle die Daumen drücken ist alles möglich, zur Kadergröße – wir haben 22 Spieler im Kader, ich kann mich nicht erinnern, dass es in den letzten 20 Jahren je so viele waren, eine Möglichkeit ist jedoch, ohne es als Ausrede zu benutzen, dass das geringe Durchschnittsalter ein Stolperstein ist, obwohl es natürlich auch auf eine gute Zukunft hoffen ließ, Erfahrung ist schwer durch Kadergröße zu ersetzen.

    CW am 11. Mai 2011 um 15:00