SV Germania Ilmenau – FSV Wacker Nordhausen 0:3 (0:1)

Die Ilmenauer Mannschaft hatte sich für das Spiel viel vorgenommen und das spürten die Zuschauer von Anpfiff an. Schließlich wäre sie bei Spielgewinn in der Tabelle an den Gästen vorbeigezogen und der Anschluss an das Mittelfeld wäre gewahrt gewesen. Darauf hatten sich aber auch die Gäste eingestellt. Sie begannen offensiv und hatten zunächst auch spielerische Vorteile zu verzeichnen, die aber für sie nichts einbrachten, weil die Ilmenauer Abwehr sicher agierte und vor allem Torjäger Torsten Klaus unter Kontrolle hatte. Lediglich in der ersten Minute gab es für die Gastgeber eine heikle Situation zu überstehen, als Klaus nach einer Ecke den Ball neben den linken Pfosten ins Aus köpfte. Mit zunehmender Spieldauer orientierten sich die Ilmenauer stärker nach vorn. Einen schönen Angriffszug über rechts schloss Julius Benkenstein mit einem Kopfball über das Gästetor ab und nach einer weiteren Ecke hatte Wacker-Keeper Lars Greschke Mühe, den Nachschuss von Marc Fernando abzuwehren. Nach einer halben Stunde wurden die Gastgeber aus allen Träumen auf Torerfolg gerissen. Nordhausen zeigte seine Konterstärke. Jan-Philipp Rose wurde auf der linken Seite steil geschickt, lief auf das Ilmenauer Tor zu und traf aus spitzem Winkel den langen Innenpfosten, von dem der Ball zum 0:1 ins Germania-Tor sprang. Die Ilmenauer steckten den Rückstand weg und versuchten zum Ausgleich zu kommen. Greschke wurde mehrfach gefordert. Er wehrte mit toller Parade einen Kopfball von Phil Drews ab und rettete die knappe Führung in die Halbzeit.

Mit Wiederbeginn versuchten die Hausherren alles, um das Spiel zu drehen und begaben sich damit auf eine dünne Eisdecke. Den erhofften Gleichstand hatte Fernando auf den Füßen, scheiterte aber im Alleingang an Greschke. Die Gäste retteten sich auf Kosten einiger Eckbälle über die Runden. Ein Achtungszeichen setzte nach einer Stunde Klaus, der nach Ilmenauer Ballverlust allein auf Maximilian Kott zulief, aber an diesem nicht vorbeikam. Erneut war es Klaus, der von der Strafraumgrenze abschoss und dessen Ball David Kirsten mit dem Körper abwehrte. Die Gastgeber blieben offensiv und liefen ins offene Messer. Mit einem Doppelschlag entschieden die Gäste das Spiel endgültig für sich. Alexander Töpfer überlief über rechts seine Gegenspieler und ließ Kott mit einem Schrägschuss keine Abwehrchance. Mit dem Anspiel verlor ein Ilmenauer Spieler erneut den Ball. Dieser wurde postwendend in den Ilmenauer Strafraum geschlagen und von Dominik Kohlhausen aus Nahdistanz zum 0:3 verwandelt. Anzuerkennen war, dass die Gastgeber bis zum Abpfiff um eine Resultatsverbesserung bemüht waren. Der Schiedsrichter leitete das kämpferisch ausgetragene Spiel gut. Germania kämpfte aufopferungsvoll, aber glücklos.

Die spielerischen Akzente setzten die Gäste, gewannen verdient, rückten weiter ins Mittelfeld vor und verwiesen die Gastgeber auf einen Abstiegsplatz. Für diese sollte die Messe noch nicht gelesen sein. Noch stehen sieben Spiele, darunter vier im heimischen Hammergrund an.

Germania: Kott, Kirsten, Benkenstein (59. Wank), Alexy, Jüngling, Rinn, Dobrocki, Drews (79. Heisch), Pilz, Fernando (79. Schlott), Mantlik.

Wacker: Greschke, Kohlhause, Töpfer, Steinberg, Steinecke, Taute, Raczka, Beck, Rose, Klaus (77. Boukantar), Vopel.

Schieri: Pierre Leitschuh, Barchfeld

Zuschauer: 120

Tore: 0:1 Rose (30.), 0:2 Töpfer (73.), 0:3 Kohlhause (74.)

30.4.2011 John Schmidt

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