MIT HOHEM EINSATZ ZUM VERDIENTEN SIEG

SV Germania Ilmenau – VfB 09 Pößneck 3:1 (1:1)

Die Gastgeber waren sich vom Anbeginn über die Bedeutung des Spieles im Klaren. Es galt, sich mit einem Sieg vom derzeitigen Tabellendrittletzten abzusetzen und den Anschluss an das Mittelfeld der Tabelle zu wahren. Schließlich resultierte aus den drei Nachholespielen nur ein Punkt durch das Remis in Rudolstadt. Vor allem wollte die Mannschaft auch die schwache vorwöchentliche Leistung gegen Heiligenstadt wettmachen. Auch die Gäste, in deren Reihen mit Michael Urbansky, Markus Güttich und Chris Heinrich nur noch drei Aktive aus Oberligazeiten standen, wussten, um was es ging. Ilmenaus Trainer Erhard Mosert hatte zwar eine volle Ersatzbank zur Verfügung, jedoch fehlten seine beiden etatsmäßigen Angreifer Alexander Mantlik und zunächst auch Marc Fernando wegen Krankheit und verletzungsbedingten Nachwirkungen. So verstärkte er den Rückraum durch die Hereinnahme von Helge Alexy und stellte dafür die eigentlichen Abwehrstrategen Julius Benkenstein und Toni Rinn in den Angriff. Die Gäste begannen das Spiel offensiv. Wirkung erzielten sie gegen die aufmerksame Ilmenauer Verteidigung nicht. Mit weiten Vorlagen auf Rinn und Benkenstein suchte Germania den Erfolg. Beide waren einige Male nur regelwidrig zu stoppen. So wurde Rinn von Frank Naumoff von den Beinen geholt und erhielt die Gelbe Karte. Den folgenden Freistoß setzte Lukas Mosert neben das Gästetor. Wenig später hob Mosert einen weiteren Freistoß von rechts in den VfB-Strafraum. Keeper Max Steinborn bekam den Ball nicht voll zu fassen und Benkenstein köpfte diesen zum 1:0 über die Torlinie. Eine Unaufmerksamkeit der Ilmenauer ermöglichte den Gästen den Ausgleich. Nach einem Pößnecker Einwurf war die linke Abwehrseite Germanias entblößt. Jacek Glowaczewski lief allein Germania-Keeper Maximilian Kott entgegen und konnte ihn mit einem Flachschusss zum 1:1 überwinden. Die erneute Führung der Gastgeber war möglich. Benkenstein wurde im gegnerischen Strafraum von Naumoff zu Fall gebracht. Letzterer wurde vom Schiedsrichter mit der Ampelkarte vom Platz geschickt und der entschied auf Elfmeter (36.Minute).Im Hinspiel hatte Markus Finn einen verwandelt. Dieses Mal brachte er den Ball nicht an Steinborn vorbei. Die Gastgeber ließen sich davon nicht beeindrucken und bestimmten in der zweiten Halbzeit gegen die nun in Unterzahl operierenden Gäste eindeutig das Spielgeschehen.

Mit der Hereinnahme von Fernando wurde das Angriffsspiel wirkungsvoller. Den Gästen gelang nur noch ein gefährlicher Konter. Deren Brasilianer Vila Real Sidiao drang in den Ilmenauer Strafraum ein, wurde aber von Kott gestoppt. Schließlich fielen auch die verdienten Treffer für die Gastgeber. Alexy schlug von links einen Freistoß vor das gegnerische Tor. Steinborn faustete den Ball an den Kopf von Pilz. Von da sprang das Streitobjekt ins Gehäuse zum 2:1. Rinn brachte von der rechten Grundlinie eine Eingabe vor das Gästetor. Benkenstein reagierte am schnellsten und setzte den Ball aus Nahdistanz in den rechten Torwinkel zum 3:1. Die Gäste hatten nichts mehr zuzusetzen. Der Schiedsrichter machte keine grundsätzlichen Fehler, sich aber selbst das Leben schwer, weil er mehrfach auf Vorteil bedacht, seine Entscheidungen hinausschob. Gästetrainer Faruk Hujdurovic anerkannte den verdienten Sieg der Gastgeber: „Die erste Halbzeit hielten wir gut dagegen und verdienten uns den Ausgleich. Danach machten wir den Gegner durch den Platzverweis stark. Wir erwiesen uns in Unterzahl gegen den cleveren Gegner als zu unerfahren.“
Ilmenaus Trainer Erhard Mosert zeigte sich zufrieden: „Wir mussten gewinnen und das gelang. Nach dem vertanen Elfmeter haben wir Moral gezeigt. Die Mannschaft wirkte geschlossen. Dobrocki, Geburtstagskind Alexy, Benkenstein und Fernando sollten besondere Erwähnung finden.“

Germania: Kott, Kirsten (85. Schlott), Benkenstein, Mosert, Alexy, Jüngling, Rinn,
Finn, Dobrocki, Pilz (74. Heisch), Wank (56. Fernando).

VFB 09: Steinborn, Urbansky, Heilmann (38. Braunsdorf), Glowaczewski, Sattler
(76. Günther), Nitsch, Naumoff (36. GR), Stahl, Güttich, Vila Real Sidiao,
Heimlich.

Schieri: Jürgen Backhaus, Steinheuterode

Zuschauer: 100

Tore: 1:0 Benkenstein (14.), 1:1 Glowaczewski (21.), 2:1 Pilz (66.), 3:1 Benkenstein (70.).

26.2.2011 John Schmidt

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