GERMANIA-SCHLUSSMANN VERHINDERTE HÖHERE NIEDERLAGE

SV Germania Ilmenau – 1. SC 1911 Heiligenstadt 0:2 (0:1)

Seitdem die Ilmenauer Mannschaft in Plichtspielen auf die aus dem Eichsfeld trifft, waren Punktgewinne Mangelware. Der 1. SC 1911 Heiligenstadt spielt auch in dieser Saison eine gute Rolle und ist im Vorderfeld der Tabelle angesiedelt. Obwohl mit personellen Sorgen belastet, es fehlten Benjamin Wank, Alexander Mantlik, wegen Krank-heit, Chris Schneider und David Heisch aus beruflichen Gründen, sollte dieses Mal auf dem mit einer dünnen Schneeschicht bedeckten Kunstrasenplatz im Hammergrund ein voller Erfolg gegen die Gäste erzielt werden. Es kam anders. Heiligenstadt zeigte sich auf den glatten Geläuf standfester. Dem SC gelangen von Anbeginn einige gute Kombinationen und er bestimmte das Spielgeschehen. Die Gastgeber dagegen konnten nur reagieren und wurden zunächst in der eigenen Spielhälfte festgehalten. Frühzeitig gingen die Eichsfelder in Führung. Ein Freistoß, aus dem Mittelfeld heraus vor das Germania-Tor geschlagen, wurde zu kurz angewehrt. Die folgenden aus Nahdistanz abgegebenen zwei Schüsse wehrte Germania-Keeper Maximilian Kott gedankenschnell ab. Dann war er beim erneuten Versuch von Marc Werner chancenlos. In der Folgezeit bewahrte der Ilmenauer Schlussmann seine Mannschaft vor einem größeren Rückstand. So wehrte er zweimal die Bälle des vor ihm frei auftauchenden Christopher Elsner ab und zeigte sich bei weiteren Angriffsaktionen der Gäste stellungssicher. Die Ilmenauer ließen es am Einsatz nicht vermissen, doch spielerisch gelang lange Zeit wenig. Ballverluste überwogen, weil sie wegen ihres Schuhwerkes im Gegensatz zu ihrem Gegner nicht den nötigen Stand hatten. Erst nach zehn Minuten gelang ein Gegenangriff, der mit einem Schuss von Markus Finn neben das Tor endete. Erst zur Halbzeit hin konnten sich die Gastgeber aus dem eigenen Rückraum lösen. Torgefährlich wurde man nicht.

Das sollte sich nach Wiederbeginn ändern. Trainer Erhard Mosert stellte die Mannschaft um. Adrian Schlott kam für Markus Amarell ins Spiel, Toni Rinn wechselte in die Abwehr und Benlamin Pilz wurde nach vorn beordert. Nun wurde ein stärkerer Druck auf das Gästetor aufgebaut. Den Schuss von Pilz konnte Gäste-Keeper Patrick Jeske mit Mühe parieren. Als Letzterer foulverdächtig mit Marc Fernando zusammenstieß, ließ der Unparteiische weiterspielen. Fernando musste durch Phil Drews ersetzt werden und für ihn wechselte Julius Benkenstein in den Angriff. Er und David Kirsten köpften den Ball in aussichtsreicher Position über und neben das Tor. Bei einem Konterangriff band Mathias Held den Sack für die Gäste zu. Er erwischte aus 20 Metern einen abgefälschten Ball volley und ließ mit einem trockenen Schuss in die linke Torecke Kott keine Abwehrchance. Die Gastgeber gaben zwar nicht auf, konnten aber an der 0:2-Niederlage nichts mehr ändern.  Schiedsrichter Pierre Leitschuh hatte es bei den Bedingungen nicht leicht und traf mit seinen Entscheidungen nicht immer auf Zustimmung.

Gästetrainer Marco Wehr sprach von einem verdienten Sieg seiner Mannschaft. „Wir haben uns den erschwerten Platzverhältnissen gut angepasst. Die zweite Halbzeit lief nicht mehr so optimal. Wir haben letztlich aber das Spiel gut über die Bühne gebracht.“

Germania-Trainer Erhard Mosert anerkannte die Stärke des Gegners: „Wir hatten Probleme mit der Standfestigkeit gegenüber den Gästen, brauchten zwei Schritte mehr zum Ball und hatten dadurch keine Chance. Wir konnten noch höher verlieren.“

Germania: Kott, Kirsten, Pilz, Dobrocki, Benkenstein, Mosert, Jüngling, Finn (77.
Raßmann), Amarell (46. Schlott), Rinn, Fernando (61. Drews).
1. SC 1911:Jeske, Elb (80. Lubojanski), Siebert, Papst, Deppe, Werner (37. Basdekis),
Orschel, Hanusch, Held, Mölhenrich, Elsner.
Schieri: Pierre Leitschuh, Barchfeld
Zuschauer: 100
Tore: 0:1 Werner (8.), 0:2 Held (72.).

19.2.2011 John Schmidt

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