A-Junioren – Verbandsliga – 7. Spieltag

SV Germania Ilmenau – FSV Wacker 03 Gotha 4:4 (1:3)

Die Gäste waren optimistisch in den Hammergrund gekommen, schließlich hatten sie in der Vorwoche die Altenburger Vertretung hoch mit 13:0 besiegt. Sie schienen ihre Hoffnungen bestätigt zu bekommen, denn nach der frühen Ilmenauer Führung drehten sie das Spiel und gingen durch drei Treffer ihrerseits mit 3:1 in Front. Schon nach drei Minuten setzte Sebastian Stolze einen Freistoß durch die löchrige Gothaer Mauer an den Pfosten und den zurückspringenden Ball staubte Florian Reiche zum 1:0 ab. Unverständlich war die folgende Defensivhaltung der Ilmenauer. Sie ließen Wacker ins Spiel kommen, gingen nur halbherzig in die Zweikämpfe und die Fehlpässe mehrten sich. Gotha nutzte seine Chancen, Max Seifert und Sebastian Kreuzberger egalisierten und bauten innerhalb einer Viertelstunde das Ergebnis auf 1:3 aus. Von einem Ilmenauer Angriffsspiel war kaum einmal etwas zu sehen. Lediglich für Reiche ergab sich eine Möglichkeit nach Zuspiel von Maximilian Walch. Der aber verfehlte das Tor frei vor dem Wacker-Keeper stehend. Danach traf Germania-Trainer Adrian Choschzig einige wichtige Entscheidungen, stärkte mit der Hereinnahme von Marcel Hopf die Abwehr und forcierte mit der Einwechslung von David Krüger und Steven Rose das Angriffsspiel.

Nach dem Seitenwechsel entfalteten die Gastgeber eine Daueroffensive und hielten die Gothaer in deren Spielhälfte fest. Bis auf eine Torgelegenheit, die durch die Gäste in der Endphase kläglich vergeben wurde, spielte nur noch Ilmenau. Walch brachte mit einem lupenreinen Hattrick sein Team auf die Siegerstraße. Leider unterlief dem sonst so zuverlässigen Germania-Schlussmann Christopher Hanf zwei Minuten vor dem Abpfiff ein folgenschwerer Fehler, indem er einen an sich harmlosen Freistoß der Gothaer ins eigene Tor lenkte. Der Ilmenauer Coach bedauerte das Missgeschick von Hanf und sah das Positive im Spiel: „Meine Mannschaft trat mit sechs B-Junioren an. Sie zeigte nach dem anfänglichen Schwächen und dem Rückstand Moral und überzeugte in der zweiten Halbzeit. Sie wird aus den anfänglichen Fehlern lernen.“
Bereits in 14 Tagen trifft Germania im Landespokal-Achtelfinale erneut an gleicher Stelle auf die Gothaer Mannschaft.

Germania: Hanf, Ulrich (38. Hopf), Wenkel, Arlt, Raatzsch (46. Rose), Elle, Herzog (46. Krüger), Menzel, Stolze, Reich (63. Hellmuth), Walch.
Schieri: Steffen Reichenbächer, Leutenberg
Zuschauer: 30
Tore: 1:0 Reihe (3.), 1:1 Seifert (15.), 1:2/1:3 Kreutzberger (21./29.), 2:3/3:3/4:3 Walch, 4:4 Techner (88.).

9.10.2010 John Schmidt

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Kategorien: A-Junioren, Allgemein

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