FSV 06 Eintracht Hildburghausen – SV Germania Ilmenau 0:3(0:2)

Die Ilmenauer Mannschaft zeigte sich im Hildburghäuser Werner-Bergmann-Stadion nach den beiden Spielen in Veilsdorf und Steinach erneut in guter konditioneller Ver­fassung und fand von Anbeginn auch zu ihrem spielerischen Rhythmus. Sie traf auf einen Gastgeber, der sich auch offensiv zeigte, aber zunächst wenig Wirkung erzielte, weil die diesesmal ohne Schneider agierende Germania-Abwehr sich keine Blöße gab. Der gleich mit aufgebotene Benjamin Wank gab ihr, davor postiert, zusätzlichen Halt.

Die Gäste verstanden es gut, ihr Angriffsspiel über die Außenpositionen aufzuziehen. Alexander Mantlik und Marc Fernando waren kaum zu stellen. Es gelang ihnen verstärkt, die präzi­sen Anspiele aus dem Mittelfeld nach vorne mitzunehmen und den schnellsten Weg zum gegnerischen Tor zu finden. Daraus resultierten eine Reihe von Chancen und letztlich auch die Tore.  So wurde Mantlik von Wank mit einem Steilpass in die Gasse geschickt, lief auf Eintracht-Keeper Björn Hemm zu und versenkte den Ball in der linken Torecke. Dem 0:2 ging ein Zuspiel von Michael Jüngling auf Fernando voraus. Der spielte, von links kommend, Hemm aus und schoss den Ball ins verlassene Tor. Unmittelbar nach Wiederbeginn war Fernando erneut erfolgreich. Er köpfte, am langen Pfosten stehend, einen durch Lucas Mosert von rechts hereingegebenen Flankenball in die entgegenge­setzte Ecke zum 0:3. Mosert führte verstärkt im Mittelfeld Regie, prüfte den gegneri­schen Schlussmann mit gekonnten Freistößen und traf einmal die Querlatte.

Die Ein­trachtspieler wollten sich mit dem frühen Rückstand nicht zufriedengeben und ver­suchten aus einer verstärkten Deckung heraus zu kontern. Daraus ergaben sich auch für sie Chancen. Steven Wagenschwanz hatte den Ausgleich vor den Füßen. Er wollte  Maxi­milian Kott umspielen. Doch der bekam noch eine Hand an den Ball und ver­hinderte den Gegentreffer.  Der nach der Pause im Tor stehende Levi Natradse ließ mit einer sehens­werten Parade den Anschlusstreffer durch den freistehenden Arne Hammerschmidt nicht zu und lenkte gleich darauf einen Freistoßball von Stefan Rottmann über die Quer­latte.

Die Mosert-Schützlinge gewannen verdient, zeigten eine geschlosse­ne Mann­schafts­leistung und sehenswerte Angriffzüge. Ihr gelungener Auftritt in Hildburg­hausen stärkte ihren Optimismus hinsichtlich des Pokalspiels am kommenden Wochen­ende in Martinroda.

Eintracht: Hemm (46. J. Schmidt), Schneider, M. Schmidt (46. Hammerschmidt),  Grüneberger (46. Ragowski), Dötsch, Bolz, Rottenbach, Wagenschwanz,  Hummel, Schleicher, Noll.

Germania: Kott (46. Natradse), Schlott (46. Pilz), Dobrocki, Heisch, Rinn (46. Benken­ stein),  Amarell (46.Finn), Wank, Jüngling (65. Raßmann), Mosert, Mantlik  (75. Gerhardt), Fernando.

Schieri: Danny Stöcklein, Ummerstadt

Zuschauer: 100

Tore: 0:1 Mantlik (12.), 0:2/0:3 Fernando (42./46.)

25.7.2010 John Schmidt

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Kategorien: Männer

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