SV EK Veilsdorf – SV Germania Ilmenau 2:1 (1:0)

Testspiele sind den Namen nach dazu da, Mannschaft und Spieler zu testen. Die er­reichten Ergebnisse sind zwar nicht unwichtig, aber zweitrangig. Deshalb sind die Nie­derlage in Veilsdorf nicht überzubewerten, aber ihre Gründe zu beurteilen.

Germania traf auf einen Gegner, der sich erfolgreich in der Landesklasse Süd etablieren will und der zeigte gegen den Verbandligisten Ehrgeiz. Ilmenaus Trainer Erhard Mosert gönnte einigen bewährten Spieler, wie Benkenstein, Fernando, Drews und Rinn eine Ruhepause. Kritisch wird er die Leistung seiner Schützlinge zu bewerten haben. Konditionell hinter­ließ die gesamte Mannschaft erneut einen guten Eindruck. In den letzten zwanzig Minu­ten hatte sie einiges zuzusetzen und hielt den Gegner in dessen Hälfte fest. Nachholebe­darf ergab sich erneut im Ausnutzen der Torgelegenheiten. Zachert musste nach einer halben Stunde Germania in Führung bringen. Von Mantlik völlig freigespielt, vergab er die Gelegenheit. Ersterer hatte in der Schlussphase die Ausgleichschance vor den Füßen. Er marschierte durch den Veilsdörfer Strafraum, umspielte den Torwart und schob den Ball zu lasch aufs Tor. Dieser konnte von der Torlinie geschlagen werden.

Das 1:0 für die Gastgeber geht auf die Kappe von Kott. Der zeigte sich bei einem Distanzschuss von Chri­s­toph Langguth unkonzentriert und wähnte den Ball im Aus.  Die Kugel prallte an den Innenpfosten und von da ins Tor. Das 2:0 war für den nun im Tor stehenden Levi Natradse unhaltbar. Langguth traf von der Strafraumgrenze unbedrängt in die rechte Torecke. Die beiden gestandenen Spieler Schneider und Dobrocki zeigten ihre Fähigkei­ten. Chris Schneider meldete den Veilsdörfer Torjäger Maik Tuchenhagen total ab. Dan Dobrocki schaltete sich mehrfach ins Angriffsspiel ein und markierte mit einem straffen 20Meterschuss den 1:2-Anschlusstreffer.

Von vornherein war nicht mit einem gelunge­nen Kombinationsfußball zu rechnen. Vorwiegend in der ersten Halbzeit gab es viel Leerlauf und es häuften sich die Abspielfehler. Teilweise wurde auch der Ball zu lange geführt und dann verloren. Die Mannschaft zeigte in der letzen Viertelstunde, dass sie auch in der Lage ist, den Gegner auszuspielen. Es gab einige gelungene Angriffszüge vorwiegend über die rechte Seite, bei denen lediglich der krönende Abschluss fehlte. Schiedsrichter Stöcklein aus dem benachbarten Ummerstadt lag mit seinen Urteilen fast immer richtig und die kritischen Bemerkungen der Einheimischen waren unangebracht.

SV EK: Reimpell, Rudsinski (66. Schneider), Kreußel (46. Erdenbrecher), Kel­­ler,Thiel, Wirsing, Dörfel (46. Otto), Goldschmidt, Tuchenhagen (Möhring),  Langguth, Trier.                                                                                   

Germania: Kott (46. Natradse), Schneider, Dobrocki, Schlott , Heisch (46. Raßmann),  Mosert (68. Pilz), Jüngling, Finn (80. Zachert), Amarell, Mantlik (78. Heisch), Zachert (59. Wank).

Schieri: Danny Stöcklein, Ummerstadt

Zuschauer: 120

Tore: 1:0/2:0 Langguth (39./51.), 2:1 Dobrocki (63.)

21.7.2010            John Schmidt

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Kategorien: Männer

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