SpVgg Geratal I – Germania Ilmenau I  1:0 (0:0)

Quelle: Freies Wort vom 9.7.2010

Auch wenn in der jetzigen Vorbereitungsphase das Resultat eher sekundär ist, muss doch gesagt werden, dass es dem Spielverlauf nicht ganz gerecht wird: Nach ausgeglichener erster Halbzeit beherrschte die Germania den zweiten Durchgang weitgehend, konnte aber trotz einiger guter Situationen nichts Zählbares erreichen. Sogar ein Strafstoß wurde vergeben; Mosert scheiterte am stark reagierenden Mentzel (68.). So brachte denn ein Foulstrafstoß gegenüber die Entscheidung (51.): Die Ilmenauer Innenverteidigung hatte zuvor vergeblich und nicht eben geschickt versucht, Geratals Neuzugang Brandl im Strafraum vom Ball zu trennen; Gothe hatte dann den Strafstoß recht sicher verwandelt.

Das mit einiger Verspätung begonnene Spiel startete recht verhalten. Dann hatte die Germania die erste gute Chance nach einer schönen Kombination, doch Zachert schoss über das Tor (9.). Es folgte eine stärkere Gerataler Phase mit ansehnlichen Spielzügen, doch auch hier wollte kein Tor gelingen. Ilmenau wurde zum Ende der ersten Halbzeit hin wieder etwas besser und setzte sich nach dem Wechsel dann über weite Strecken in der Gerataler HäIfte fest. Die Gastgeber verteidigten jedoch geschickt und auch mit etwas Glück (Pfostenschuss Mosert/84.). Ihre Konter waren gefährlich und entschieden letztlich auch das Spiel. Die Intensität der Partie nahm immer mehr zu und hielt bis zum Schlusspfiff eine ganze Reihe rassiger Szenen parat.

Was bei Geratal auffiel:
Die Abwehr war als Viererkette formiert, aber noch nicht optimal besetzt und geriet deshalb oft unter Druck, weil die Gegenspieler nicht eng genug markiert wurden. Mit Kruses Einwechslung besserte sich das erheblich. T. Huck initiierte vor der Pause einige schöne Angriffszüge, wobei er vor allem mit Bärwinkel sehr gut zusammenspielte. Wollenschläger übernahm diesmal stärker defensive Aufgaben. Im Zusammenspiel mit den Mittelfeld-Außen gibt es aber noch Reserven. Im Sturm überzeugte diesmal vor allem Brandl, der in einigen Szenen sein überdurchschnittliches Können andeutete. Einmal mehr wusste der junge Hoffmann nach seiner Einwechslung zu gefallen. Durchweg überzeugend agierte Torwart Mentzel.

Was bei Ilmenau auffiel:
Auch die Germania, mit Schneider als Kapitän verteidigte mit Viererkette, in der Schneider und Benkenstein als Innenverteidiger aufgeboten waren. Dobrocki fehlte wegen einer Trainingsverletzung. Neuzugang Lukas Mosert schwang sich umgehend zum Spiritus rector des Ilmenauer Spiels auf, spielte einen klassischen „Zehner“ (obwohl er mit Nummer fünf auflief) und war an fast allen guten Germania-Angriffen beteiligt. Bei ihm wie auch bei Alexander Mantlik waren sowohl im Zweikampfverhalten, beim Freilauf als auch im generellen Tempo ihrer Aktionen die Oberliga-Erfahrungen deutlich zu spüren. Natürlich müssen sich die Mitspieler auf diese Spielweise erst einstellen. Gewohnt engagiert zeigte sich Zachert auf der Außenbahn. Neue Akzente nach vorn, wenn auch in einigen Szenen übermotiviert, setzte Rinn nach seiner Einwechslung. „Test-Torwart“ Natratze (früher ESV Erfurt)zeigte eine solide Leistung.

Geratal I: Mentzel, Gothe (68.Rösler), Rösler (30.Mielke), Franz, Kohlschmidt (43.Kruse), Wollenschläger, T.Huck, (62.Hoffmann), Bärwinkel (85. T.Huck), Malesse (55.Stöckel), Keiner (43.Heyer), Brandl
Ilmenau I: Natratze, Heisch (46.Rinn), Schneider (77. SchIott), Benkenstein, Drews (62.Wank), Schlott (46. Raßmann), Finn (70. Heisch), Mosert, Zachert (46.Pilz), Malik, Fernando (75. Zachert)

Schieri: N. Hoffmann (Arnstadt)
Zuschauer:200
Tore: 1:0 Gothe (51./Foulstrafstoß)

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Kategorien: Männer

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