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Es war mit Abstand die anspruchsvollste, komplexeste aber auch die umbrechendste Saison seit Gründung der Mannschaft – und die nimmt nun immerhin schon im aktuellen Jubiläumsjahr seit 10 Jahren am Trainings- und Spielbetrieb teil. Im Zuge der Wiederintensivierung der Nachwuchsarbeit im FSV Martinroda gemeinsam mit den 2004er Jahrgangskindern im Herbst 2009 im wahrsten Sinne des Wortes „aus der Wiege gehoben“, kickten die damals 4jährigen ihre ersten Bälle und formierten mit hinzukommenden Spielerkindern aus dem lokalen Umfeld in den kommenden Jahren die 2005er Jahrgangsmannschaft des FSV Martinroda, deren Zenit in der Saison 2017/18 Vizelandesmeister, Pokalsieger und Hallendritter in der Verbandsliga der D-Junioren des TFV war.

Am Ende einer Saison kommen wie immer die Statistiker und Chronisten auf ihre Kosten. Aber für uns war 2018/19 weit mehr als die übliche Routine und auszufüllende Tabellen und Formulare zum Spielschluss. Es trat schlussendlich ein noch deutlich komplexerer Umbruch als zum Ende der Saison 2016/17 (als Triple-Sieger der KOL KFA MTH seinerzeit Aufstieg in die Verbandsliga D-Junioren des TFV) ein. Ohne altersmäßigem Vorbau auf Verbandsliganiveau wären wir als Staffelsieger D-Junioren in der laufenden Saison formal-sportrechtlich dennoch nur Kreisliga, mit entsprechendem KFA-Wohlwollen, Kreisoberliga, C-Junioren spielberechtigt gewesen. In umgekehrter Situation – C-Junioren-spielberechtigt auf Verbandsligaebene, aber ohne entsprechenden Altersjahrgang/Mannschaft, räumte uns die SV Germania Ilmenau die Möglichkeit ein, unter dortiger sportrechtlicher Verantwortung und im Namen der Germania, den Platz in der Verbandsliga zu belegen. Hierfür – natürlich auch im Namen unserer Jungs – vielen Dank für die sportlich-faire Geste, die unkomplizierte Zusammenarbeit mit Vorstand und Geschäftsstelle und wir hoffen, Carsten/Silvio und ihren Jungs nicht nur den Platz erhalten, sondern auch gezeigt zu haben, dass sich die Ilm-Kreis-Fußballer vor den „Großen“ in Thüringen auch als junger Jahrgang nicht zu verstecken brauchen.

Junger Jahrgang – ja, und deshalb auch einen ganz großen Dank natürlich an die 2004er Germanen, Jasper und Wendelin, die hier das eine oder andere Mal die Spielfähigkeit, zumindest die Flexibilität, gerettet haben. Auch hier wurde deutlich, dass wir kein „Fremdkörper“ sondern gleichberechtigter – wenn auch temporärer – Bestandteil des Germania-Nachwuchses waren.

Nimmt man den gesamten Thüringer Fußballnachwuchs auf Verbandsliganiveau zusammen, so sah im Ergebnis am letzten (22.) Spieltag die aus beiden Staffeln zusammengerechnete Landesspitze so aus:

  1. FCC (2004)                  22 Siege                                                                         175:  5 Tore        66 Punkte
  2. RWE (2004)                20 Siege              1 Unentsch.        1 Niederl.            192:13 Tore        61 Punkte
  3. JFC Gera                     17 Siege              3 Unentsch.        2 Niederl.              88:18 Tore        54 Punkte
  4. FCC (2005)                  17 Siege              1 Unentsch.        4 Niederl.            161:27 Tore        52 Punkte
  5. JFC EIC Mitte             17 Siege              1 Unentsch.        4 Niederl.              85:33 Tore        52 Punkte
  6. SV Wacker 04            14 Siege              2 Unentsch.        6 Niederl.              92:46 Tore        44 Punkte
  7. ZFC Meuselwitz         14 Siege                                            8 Niederl.              80:71 Tore        42 Punkte
  8. RWE (2005)                13 Siege              2 Unentsch.        7 Niederl.              68:35 Tore        41 Punkte
  9. FC Borntal                  11 Siege              6 Unentsch.        5 Niederl.              56:51 Tore        39 Punkte
  10. SV Germania              12 Siege              1 Unentsch.        9 Niederl.              62:33 Tore        37 Punkte

Als Nummer 10 von 24 Mannschaften und 6. Platz in unserer Staffel separat betrachtet, mag das erst einmal nach Mittelmaß klingen. Aber neben den zweiten Mannschaften von RWE und FCC waren wir die einzige Truppe, die nominell nur mit 2005ern und jüngeren Spielern besetzt war. Stellt man die obige Tabelle also entsprechend um, heißt das Platz 3 unserer Jungs hinter FCC 2 und RWE 2, was eben mit einem Platz auf dem Stockerl  2005er-Jahrgangs-Wertung verbunden ist. Das ist doch schon was! Zudem als junge Mannschaft die sechstbeste Defensive im Land zu stellen, ist eine Ausgangsbasis für die sportliche Zukunft. Neben dieser „Bank“ im Rückraum zeigt die Statistik aber leider auch gnadenlos auf, wo wir für die kommende Spielzeit unseren Akquise- und Ausbildungsschwerpunkt, nämlich in die Offensive, anzusiedeln haben. Platt ausgedrückt: Selbst wenn hinten alles stabil steht, müssen vorne die Buden fallen. Da geht einfach nichts dran vorbei, sowohl allgemeine Torgefährlichkeit als auch Chancenverwertung/Effizienz. Insbesondere die aktuelle taktische und spielerische Ausrichtung der NLZ-Mannschaften zeigen einen druckvoll-risikobereiten Fußball, der am Ende der Partie jedoch regelmäßig durch die simple Torausbeute die Oberhand behalten lässt. Daran gilt es sich zu orientieren.

Die Saison fing schon unter entsprechendem Vorzeichen an. Mit unserem Wechsel zur Germania verließ uns Tarek in Richtung RWE (U13) und trotz kurzfristigem 2. Platz in der Staffel erreichten wir nicht die „Handballergebnisse“ der NLZ-/Clubmannschaften gegen dieselben Gegner. Aber auch ein Obsiegen in den drei suboptimalen Spielen in der Saison hätte hier kaum zu einem Podiumsplatz gereicht, so dass wir mit dem Ergebnis durchaus zufrieden sein können und der Germania eine solide gehaltene Spielklassenposition zurückgeben können.

Wie geht es nun weiter? Zum 30.06.2019 wechseln wir wieder geschlossen als 2005er Jahrgangsmannschaft zum FSV Martinroda zurück. Dort stehen die Zeichen gut, dass die jetzige 2004er Jahrgangsmannschaft einen sportlichen Aufstieg zur C-Junioren-Verbandsliga des TFV schafft. Dieses Spielrecht können die Jungs um Andreas/Nils aber genauso wenig selbst wahrnehmen, wie wir seinerzeit. Deshalb würden wir auch in der kommenden Saison Verbandsliganiveau spielen können. Mannschaftlich hatte uns Leon zum Jahresende 2018 bereits verlassen, aktuell wechseln von unseren Jungs Dan (Erzgebirge Aue), Mohammad (Erfurt) und Jan (Greifswald). Luis und Alexander kommen nach Wiederanbindung unserer Jungs beim FSV automatisch wieder zur Truppe, ebenso wie die 2006er Spieler des FSV (D-Junioren Verbandsliga) mit eingebunden werden. Aus diesen (möglichen in der Sommerpause hinzutretenden) Spielern hat das neue Trainerteam eine schlagkräftige Truppe zu formen, die auf Landesniveau bestehen können.

Ja, denn auch das hat uns in dieser Saison ereilt. Die im wahrsten Sinne des Wortes Gründungsväter der 2005er Jahrgangsmannschaft – Normen Fabig, Danny Kellner und Sandro Bartholome – haben aus persönlichen Gründen Ihre Trainerpositionen zur Verfügung gestellt. Schweren Herzens, aber mit guter Erinnerung an die vergangenen 10 Jahre, akzeptieren wir als Eltern und Verein diese Entscheidung und bedanken uns für den aufopfernden Aufbau der Jungs, die erfolgreiche Teilnahme am Wettkampfbetrieb und die erreichte Persönlichkeitsformung unserer 2005er und die dafür eingebrachte Freizeit, Nerven und persönliche Opfer. Die Jungs sind eine kernige Truppe geworden – und das ist Euer Verdienst! Keiner der die Truppe und ihre Entwicklung in den 10 Jahren erlebt hat, nimmt das als selbstverständlich hin.

Naturgemäß wird der nach Initiierung der Truppe durch dieses Dreigestirn über 10 Jahre gegebene Schliff, das Gepräge und auch der eingetretene sportliche und persönlichkeitsbildende Erfolg Grundstock für die Zukunft bleiben, und von dem im Sommer kommenden neuen Trainerteam aufgegriffen werden können – und müssen. Aber diese Zäsur gibt auch die Chance, neue Impulse und Blickwinkel in die Truppe zu bringen, um auf die geänderten personellen und spielerischen Voraussetzungen reagieren zu können. Die Aufgabe, die für uns als Eltern, Verein und Verantwortliche bleibt, ist, den neuen Trainerstab bei der Neuausrichtung, ggf. auch bei der Neuformierung, der 2005er Jahrgangsmannschaft zu unterstützen, den einen oder anderen der Jungs auch mal zu helfen, die angestammte Position zu verlassen und sich neu auszurichten. Sie sind jetzt in einem Alter, in dem sie sich selbst viel mehr in die Mannschaft und deren Agieren einbringen können und sollten – wir dürfen gespannt sein.

TG

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