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Bei bedeckten 6°C führte uns schneidiger Wind deutlich vor Augen, dass wir das erste Märzwochenende hatten und so war die gefühlte Temperatur dann doch eher in Tendenz gegen Null.  Das tat der Atmosphäre keinen Abbruch, da der Sportpark Martinroda gut besucht war. Von ca. 50 Zuschauern um den Martinrodaer Kunstrasen waren mindestens die Hälfte Anhänger der Meininger Schirdewahn-Elf, mit der wir seit zwei Spielzeiten immer gleichwertige, anspruchsvolle und vor allem im Randgeschehen stimmungsvolle Begegnungen haben. Auch die Jungs sind natürlich gewachsen und so muss den dortigen Eltern – ebenso wie unseren – für die mentale und fanseitige Unterstützung der jeweiligen Truppe Respekt gezollt werden, in der Altersklasse ist man das – v. a. bei Auswärtsspielen nicht gewohnt. Hier mag auch die regionale Verbundenheit und die Südthüringer Mentalität eine Rolle spielen. Aber sicher auch die Vereinsgröße. Bei den Leistungszentren ist das eben nicht der Fall. Aber in der Regionalliga ist ja auch mehr Stimmung als in der ersten Bundesliga…

Aus der Vergangenheit heraus nahmen wir unsere Gäste gewohnt ernst. Es würden sicher keine Gastgeschenke über den Rennsteig gebracht und auch die aktuelle Tabellenposition ließ einen energischen Zweikampf erwarten. Da sich die Mannschaft wie so oft in den letzten Wochen selbst aufstellte, griffen wir gern auf Wendelin und Jasper (vielen Dank!) zurück, damit das taktische Konzept zumindest im Ansatz umgesetzt erden konnte.

So starteten wir mit  

Robert – Philipp/Eric/Jasper/Marius – Dan/Wendelin/Zinedin/Ryan – Lennox – Elias

und ließen Jan und Levi zunächst auf der Bank, damit als offensiv-lastige Option noch ein 2:4:4 möglich war.  

Die Gäste standen sehr hoch, so dass der erhoffte druckvolle Beginn klappte, Wendelin testete bereits in der Startminute Jan Spomer im Helbaer Tor. Aber auch von Gästeseite gab’s Aktionen – 2. Min, Ecke Helba links, Ball geht in die zweite Reihe, der Strich wurde von einem hiesigen Bein abgefälscht, Ecke rechts für die Gäste – Dan klärt mit dem Kopf. Wem da (auf dem Spielfeld) kalt wurde, dem war nicht zu helfen.

Bei den Standards zählte der Statistiker ein deutlichen Gästeplus. So in der 5. Min, erneute Ecke für Helba links, von uns abgenommen, Dan startet solo über links, gibt auf Elias, der sich dreifach gedeckt festläuft und auf Ryan abgibt, Ryan gezupft – Pfiff. Die Frage war nur, wohin zeigt Sportfreund Mecklenburg als Unparteiischer? Es sollte ein von Dan außerhalb des Strafraums ausgeführter Freistoß werden, den Jan Spomer aber solide hält.

Beiderseits gab’s Druck auf und von allen Positionen. Es sollte aber bis zur 14. Min dauern, bis Elias eine mustergültige Quergabe von Dan entgegen Spomers Laufrichtung verwerten konnte. Das so erzielte Führungstor zeigte, dass auch nicht unmittelbar aufeinander abgestimmte Spieler gut zusammenarbeiten können, war gut von außen zu sehen. Haben die Jungs sich auch gefreut.

In der 20. Min legte Ryan nach – auch wenn böse Zungen auf der Tribüne behaupteten, dass nur der Winterspeck den Querschläger von Dan links ins Tor lenkte und in sommerlicher Normalform der Ball überhaupt keine Ablenkfläche gehabt hätte. Egal – Helba wurde munter. So klärte Robert in der 21. Min zu hastig, hat die Kirsche aber schlussendlich im zweiten Zugriff sicher. Ebenso souverän eine Bogenlampe von links in der 22. Min, die er sicher auf Elias abschlägt, der ein super Solo startet und das Spielgerät knapp rechts oben vorbeischickt. Nächste Gelegenheit bei uns war ein von Lennox ausgeführter Freistoß links in der 30. Min, den Jan Spomer vor Zugriff und Verwertung von Dan unaufgeregt pflückt.

 

Dan bekommt aber in der 33. Min seinen Einsatz und zieht aus der Mitte auf links, Elias unterläuft und zieht die Abwehr der Gäste mit, so dass Dan den von Ryan von rechts quergelegten Ball unproblematisch ins lange Eck nagelt, 3:0 und Pausenstand.

Die Pausen-(und v. a. auch die Schluss-)besprechung war seit langem mal wieder von einer Grundzufriedenheit geprägt. Die Jungs waren mit sich und dem bis dahin erreichten Ergebnis, die Trainer von der Umsetzung des Spielplans und der taktischen Disziplin und die Zuschauer vom gebotenen anspruchsvollen Spiel zufrieden. Fußballherz was willst du mehr? Helba spielte einen technisch guten Fußball, nicht unkörperlich, aber auch nicht mit der Brechstange. Und um eine gute Performance abzuliefern gehören immer zwei dazu.

In der zweiten Hälfte verlief es ähnlich, da sich die Jungs vom Fuß des Dolmars noch nicht aufgegeben hatten. Dennoch sollte in der 36. Min die nächste Chance auf unserer Seite liegen, Eilas auf Lennox, der aus der Drehung abschließt, aber leider nur Dach und Querlatte des Gästekastens trifft. Auch der Lennox’sche Sturmlauf in der 39. Min hätte ein Tor verdient. Aber dran ist nicht drin. Um dennoch partielle Übergewichte zu schaffen, kommt in der 45. Min Levi für Marius und so stehen wir hinten faktisch mit 3 Mann plus rechter Läufer. Dies so geschaffenen Räume lassen in der 49. Min eine Großchance zu – Lennox von halblinks mit sattem Strich auf’s lange Eck – der hätte (nicht nur gefühlt) drin sein müssen. Dann in der 51. Jan für Lennox und Lennox in der 61. Min Lennox zurück für Zinedin, ab hier war dann spätestens das 2:4:4 und volles offensives Gewicht in der Aufstellung. Dazwischen zeigte unsere Defensive nochmal, dass sie die Null hinten unbedingt behalten wollte – Robert klärt in der 52. Min Gäste-Freistoß halblinks etwa 35 m zum Tor.


Aber die offensive Umstellung brachte in der 55. Min Eric zum Abziehen aus der zweiten Reihe, was Jan Spomer zwingt, sich zu volle Länge auszufahren. Die so erreichte Ecke rechts, durch Philipp ausgeführt, bringt leider keine Änderung des Ergebnisses. Jedoch in der 57. Min, als vier unserer Jungs gegen Torwart +ein Verteidiger Helbas stehen und Dan den quergelegten Ball unhaltbar unterbringt.

Philipp setzt in der 67.Min noch einen drauf, als er den Anschein setzt, beim Lauf in den Strafraum, das Spielgerät am Fuß angeklebt zu haben. Tor, 5:0 und Endstand. Das halbe Dutzend hatte Eric in der 69. Min auf dem Stiefel, als er - bei leerem Tor – einfach nicht kaltschnäutzig genug war.

Auch wenn die Partie gegen Helba vollwertiges Pflicht- und kein Aufbauspiel war – die Jungs haben dieses Spiel und gerade ein so deutliches Ergebnis gebraucht. So wie wir letzte Woche aus Gera wie geprügelte Hunde heimfuhren, ging es sicher den Jungs aus der Theaterstadt heute bei uns. Auch in der Werrasenke wird man da von Spiel zu Spiel denken, so dass auch da wieder positive Eindrücke kommen. Unsere Jungs haben gezeigt, dass sie mit klaren Ansagen umgehen können und auch noch gewillt sind, sich der Kritik zu stellen und diese umzusetzen. Wir dürfen auf die kommenden Spiele gespannt sein.

TG

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Kategorien: Allgemein, Allgemeine News, C-Junioren, C-Junioren News

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