Sponsor




Mannschafts-kollektion und Fanartikel

Abonnieren


SV Germania Ilmenau – FC Saalfeld  0 : 3  (0:1)

Zum Hinrundenabschluss zeigt sich Germania Ilmenau in der Fussball-Landesklasse noch einmal als konkurrenzfähiger Gegner.  Viel hat diesmal nicht gefehlt. Vielleicht 20 zenrimeter? Oder vielleicht auch nur 15? Um dieses Stückchen hätte Fabian Reimann bei seiner Riesenchance in der 67. Minute, als er vor dem Saalfelder Tor freigespielt war, den Ball weiter nach rechts kicken müssen – dann wäre das Spielgerät über die Tor- statt uber die Aus-Linie gerollt. Dann hätte es 1:1 gestanden, und dann hätte man den Ilmenauern zutrauen dürfen, das Remis auch ins Ziel zu bringen.

Denn diese Partie war eine ihrer besseren in dieser komplizierten Germania-Hinrunde. Kämpferisch stimmte die Einstellung, und nach der mit etwas Glück überstandenen Startphase hatte sich die Defensive auch so gut formiert, dass die Saalfelder Führung nicht anders als durch geradezu unverschämtes Glück zustande kommen Konnte: Buse hatte im Strafraum zu einem Abwehrschlag angesetzt, den der anstürmende Müller einfach nur blockte – der Ball prallte ins lange Eck (34.). Erhardt Meyer, der wieder als Co-Trainer auf der Ilmenauer Bank saß, war untröstlich: „So ein sinnloses Tor! Das haben wir uns wieder halb selbst reingeschossen.“

Bei den Gastgebern fielen mit Kämpf, Hemming (beruflich verhindert), Groß und Skotnicki (privat verhindert) vier potenzielle Startelf-Akteure aus. Dafür gab Th. Wolfensettter nach langer Verletzungspause sein Comeback, und er verlieh der Innenverteidigung viel Stabilität. Man muss aber auch erwähnen, dass einerseits beim Gast mit Vitolnieks ( 8 Tore) und Zeitler (4) die beiden bisher besten Torschützen felhten und andererseits Ilmenaus Torwart Bernd Müller mit zwei starken Paraden gegen Hook (6., 13.) seine Mannschaftvor einem frühen Rückstand bewahrte. Die Germania, die durchaus mitzuspielen versuchte, war gegen die wuchtigen, temposcharfen Saalfelder Gegenangriffe da noch zu anfällig. Das besserte sich zwar zunehmend, dennoch blieben die Chancenvorteile klar bei Saalfeld (Gessner/32., Th. Wolfenstetter klärt auf der Linie/ 39., Lattentreffer/ 48.)

Aber Mitte der zweiten Halbzeit wurde die Partie ausgeglichener, und der bis dahin meist nur mit Einzelaktionen auffällige Ilmenauer Angriff kam plötzlich zu Großchancen: Fischer verpasste eine gefährliche Eingabe knapp (56.), Ibrahim – übrigens herzlichen Glückwunsch zur erfolgreichen Promotion! – war nach Vorlage von Fischer beim Abschluss einen Tick zu langsam, und so wurde ihm der Ball noch vom Fuß gespitzelt (65.). Es folgte der Reimanns „Riese“ und am Schluss wurde auch Diallo erst im letztennMoment am Abschluss gehindert (81.).

Da stand es aber schon 0:2. Im Versuch, den möglichen Ausgleich noch zu erzwingen, hatte der(engagiert an der Linie coachende) Trainer Andreas Lendrich seine Mannschaft in der Schlussviertelstunde offensiver formiert, aber das ging etwas nach hinten los: Saalfeld nutzte die Freiräume auf den Außenbahnen, um noch zwei relativ einfache Tore zu erzielen (80., 91.). Das war ein bisschen schade, denn der Drei-Tore-Rückstand wird dem engagierten Auftritt des Gastgebers nicht ganz gerecht.

Offene Prespektive

Unterm Hinrunden-Strich bleibt zu konstatieren, dass diese Mannschaft, die vor der Saison erst mal nur um ihrer reinen Existenz wegen gebildet worden war, zwar mehrfach in die Nähe der Konkurrenzfähigkeit in dieser Staffel 1 gelangte – und mehr durfte zunächst auch nicht erwartet werden. Mit dem 1:0 gegen Neustadt/Orla erzielte sie sogar einen Achtungserfolg.  Zukunftsfähig ist die jetzige Situation aber nach wie vor (noch) nicht. Und so bleibt die Perspektive auf die Rückrunde zunächst mal weitgehend offen – von der Trainerfrage über das künftige Stamm-Spielerpersonal bis hin zum Fortbestehen der II. Mannschaft.

Ralf Brückner

Ilmenau:  Müller;  Buse, Matusiak, Th. Wolfenstetter, Helbing, Pompe (77. Scheler), Alzoughbi (83. Koschinski), Fischer, Reimann, Ibrahim, Diallo (85. Jahn)

Saalfeld: Jokiel; Hutschenreuter /73. Wolfram), Rühr, Burghause, Stake, Langhammer, Henniger, Brehm, Hook (23. Müller), Gessner, Weber

Schiedsrichter:  Strebinger (Waldau)

Zuschauer:  50

Tore:  0:1 (34.) Weber,  0:2 (80.) Weber, 0:3 (91.) Gessner

  • Share/Bookmark
Keine Kommentare
Kategorien: I. Männer

0 Kommentare