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D1-Junioren, Talenteliga 2018/2019

SV Germania Ilmenau – JFC Gera  0:3

D1 Junioren Talenteliga

Es war ein Spiel auf Augenhöhe gegen die körperlich sehr groß gewachsenen Geraer Jungs.

Trotzdem lagen die ersten Chancen bei uns.

Wie es in Sachen Fairplay mit den Verantwortlichen bestellt war, die sich im Vorfeld noch bei uns für eine sportlich faire Geste bedankten, war bei einer Einwurfentscheidung gleich zu erkennen. Eine klare Situation für Ilmenau -  auf der Höhe 2er Trainer (Ilmenau/Gera) entschied der Schieri jedoch für Gera. Den Geraer Trainer kurz darauf hingewiesen, dass man durchaus dem Schieri helfen darf, zuckte dieser nur mit den Schultern. Da war sie wieder die Theorie vom Fairplay, welches wir vorleben sollen und der Fairplay-Praxis.

Der Rasen, dessen Frostbedeckung durch die durchbrechende Sonne langsam nachlies, war glatt und zu Beginn der Partie nicht leicht zu bespielen.

Dann ein Freistoss im eigenen 9m-Raum; unsere Spieler nach vorn beordert mit dem Hinweis „keine Mittellinie“ (Kleinfeldregel bei Abstoß) wurde per Kopf verlängert und sah’ uns Richtung generisches Tor laufen…ein Pfiff und schade, da war die erste 100%ige Chance vom Schieri verhindert worden. Er übersah, dass es ein Freistoß und kein Abschlag war.

Dann kam die 30. Minute, nach Ihr die 31. Minute und es begann die 32. Minute … Gera’s Nummer 11 lief quer zu unserem Tor und schoß flach aufs linke Eck, Janis parierte – leider zu kurz. Im Nachschuss konnte dann Gera’s Nummer 4 einschießen.

Dann lief nach dem Tor-Anstoß die 33. Minute und sah uns Richtung Geraer Tor spielen, da wies dann ein Geraer Trainer den Schieri auch darauf hin, dass wir nur 30 min. spielen – das hatte ich bereits vorsichtshalber kurz nach Ende der 30. Minute getan, da hatte es nichts gebracht (also konnte man dem Schieri doch helfen, von Gerber Seite…. wenn man führt).

Wie sich hinterher herausstellte, war das dem Schieri nicht bewusst, leider.

Wer selbst schon einmal Fussball gespielt hat, weiß wie tief so ein Schlag mit dem Halbzeitpfiff sitzt.

Aber aufgrund der Spielanteile war uns klar, heute müssen wir hier nicht verlieren, auch wenn einige Geraer Jungs eine harte Gangart anschlugen.

Anpfiff 2.Halbzeit, sah uns nach 2min. halb rechts in der gegnerischen Hälfte halbherzig den Ball verlieren, den steil gespielten Ball wollte Tristan klären, er verpasste ihn leider und Geras Nummer 11 lief im 1 gegen 1 auf Janis. Der war war noch dran, aber der Ball trudelte zum 0:2 ins Tor.

Es gilt hier herauszustellen, dass Tristan auch diesmal eine super Partie lieferte und solche Dinge einfach passieren, denn er spielte als „junger“ Spieler überragend gegen Geras Nummer 11, der auch körperlich nahezu eine Kopflänge mehr aufweisen konnte.

Geras Nummer 11 wurde aufgrund seiner rustikalen Spielweise mehrfach verwarnt, sogar mit den Worten „beim nächsten mal guckst Du mal ein paar Minuten zu“ -  stattdessen wurde das 3. Foul seinerseits nach dieser Ansage nur mit einer gelben Karte geahndet.

Den Schieri danach auf diese Aktion angesprochen, sagte dieser, ich muss ihm doch erst „Gelb“ zeigen – nein, musst Du nicht! – zeigte erneut die Unsicherheit im Regelwerk des Kleinfeldes.

Und Geras Trainer meinte, „Herausstellungen/rote Karten“ gibt es gar nicht – zeigt auch hier eine Lücke im Trainerwissen.

Es gibt 5-Minuten-Zeitstrafen und es gibt sogar rote Karten bei den D-Junioren (die sicherlich selten sein dürften), aber in entsprechenden Situationen laut Regel durchaus Anwendung finden müssen. Nur mal so am Rande.

Es gelang uns auch weiter, spielerisch Akzente zu setzen. Natürlich gab es auch Chancen für Gera. Dann ein schöner Spielzug, der Silas am Ende frei Richtung Tor laufen sah…. Pfiff – Freistoß Ilmenau.

Was war an diesem Tag nur los im Hammergrund…? Der Schieri meinte im Nachgang, dass er sich trotz stolpern so durchsetzt hatte ich nicht geahnt… Wieder Pech für uns.

Auch als Tristan in den gegnerischen Strafraum an der Ecke eindrang und er rüde vom Ball getrennt wurde, gab es für den Schieri keinen Grund für einen Strafstoß, er fiel ja nicht. Schieri hatte aber diese Aktion überhaupt nicht auf dem Schirm.

Manchmal beginnt man zu glauben, es sei ein Fehler, die Jungs zur Fairness zu erziehen… – wäre er gefallen, wäre der Pfiff vermutlich gekommen.

Dann auf der Gegenseite vor unserem Tor noch einmal eine knifflige Situation: Geras Nummer 11 konnte über rechts durchbrechen und den Ball nach innen spielen. Mit Glück und Geschick wurde diese Chance der Gäste vereitelt.

Es wurden 2 min. Nachspielzeit angezeigt. Dass dann das 3. Tor in der 63. Minute fiel, war nun auch egal.

Leider hat sich im Spiel Geras Nummer 15 durch böses Nachtreten sehr unfair verhalten – auch das blieb wiederum folgenlos.

Geras Trainer meinte, es steht mir nicht zu ihm zu sagen, dass er sich bitte benehmen soll. Das würde er schon dem Spieler sagen.

Lieber Trainer – wenn unsere Spieler dann abklatschen wollen und dafür „angedeppt“ werden, ist das vermutlich auch die Folge der „wir klären das schon selbst Mentalität“?

Die Geraer Jungs spielen einen guten Ball, sind körperlich sehr präsent und einig der Jungs haben auch im Nachgang in der Kabine gezeigt, dass einige sogar die Kabine besenrein verlassen wollen.

Toll Jungs, das macht auch nicht jeder – eure Trainer waren da schon weg.

Auch das Rückspiel in 2019 am vorletzten Spieltag, diesmal auf verkürztem Großfeld, mit veränderten Regeln verspricht, interessant zu werden .

Wir werden versuchen, uns in Gera gegen ein gutes Team teuer zu verkaufen. Und wir werden weiter fair auftreten.

Wir haben uns nicht aufgegeben, leider war der 2wöchige verletzungsbedingte Trainingsausfall von Silas, Dustins krankheitsbedingter Traingsausfall diese Woche und der Infekt von Moritz nicht sehr hilfreich, wenn du athletisch Gegenhalten willst.

Immer wieder spielerische Lösungen suchen, ist ein guter Weg und auch dieses Spiel hilft uns zu lernen, was wir besser machen können.

Nach Spielende fand in der Kabine ein gutes Gespräch zwischen Schieri Siegbert Sauer und mir statt, denn nach dem Spiel ist alles vergessen, vor allem, wenn man sich schon so viele Jahre kennt.

Man muss vor allem froh sein, wenn sich die „alten Recken“  noch als Schieri zur Verfügung stellen. Völlig unverständlich ist ihm und mir, wie man in der Talenteliga beim Spiel des 2. gegen 3. Platzierten nicht einen jüngeren Schieri ansetzt, denn hier ist schon mehr Tempo drin und Siegbert ist das darf man ohne Unterton sagen ein Schieri mit viel Erfahrung und entsprechendem Alter.

Bestimmte Regeln wollte er auch gleich zur Schierischulung am Sonntag mitnehmen und dass er die Spielzeit nicht kannte, war sicher ein Versehen.

Auch wenn wir uns davon nichts kaufen können, tat es ihm Leid den Vorteil in sehr aussichtsreichen Positionen für uns zu früh unterbunden zu haben und dazu noch die Spieldauerproblematik , die ihm nicht bewusst war …

Deshalb geht man im Guten auseinander, da niemand fehlerlos ist und nicht jeder Schieri hat dann die Größe für so ein angenehmes Gespräch. Danke dafür Siegbert – bist eben ein echter Sportsmann!

Die Unsicherheit bei zahlreichen Schieris in unserer Liga durch das veränderte Regelwerk ist für mich nicht nachvollziehbar und wird hoffentlich künftig durch intensive Schulungen auch im Sinne der jungen Talente auf ein Minimum reduziert.

Gegen Gera waren dabei: Janis, Bennet, Tristan, Lukas, Moritz, Dustin, Silas, F2, Hannes, Willi, Michel

Bilder: Claudia Pfeffer

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Kategorien: Allgemein, D-Junioren, D-Junioren News, Junioren

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