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Ergebnisse 17.11. -18.11.

Verbandsliga C-Junioren

Ilmenau - Carl-Zeiss Jena II 2:3

Verbandsliga D-Junioren

Ilmenau - JFC Gera 0:3

Mannschafts-kollektion und Fanartikel

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Wenn sich ein Punkteverlust wie ein Sieg anfühlt, dann ging zumeist die Taktik auf. Auch heute sind unsere Jungs mit Disziplin und Moral zu Werke gegangen, so dass wir beim Staffelfavoriten keineswegs unter die Räder gekommen sind. Im Gegenteil – unsere Jungs ließen den fast 2 Jahre älteren Spielern des Nachwuchsleistungszentrums von RWE keine Chance zur Spielentfaltung/Spielflußdiktat, was zu deutlichen Ansagen innerhalb des RWE-Kaders untereinander, v. a. in der 2. Halbzeit, führte. Erfurt hätte nach eigener Einschätzung heute nicht das beste Spiel der Halbserie gemacht – wir haben es aber auch nicht zugelassen.

Bei diesigen 8°C war auf Kunstrasen von vornherein Schadensbegrenzung angesagt. Die Jungs sollten – und daran hielten sich alle – heute tief stehen, absolut defensiv und überlegt zu Werke gehen, da im eins gegen eins wohl eher keine Blumentöpfe bei den Kickern der EGA-Stadt zu holen sein würden. Es sollte v. a. die Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen und mit einem 5er Sperriegel Halt und Grundlage für ein positives Mannschaftsbild/-denken geschaffen werden, der wiederum Selbstbewusstsein und Handlungsschnelligkeit generieren sollte. In so einem Spiel gibt’s nichts zu verlieren und stellenweise empfand man von außen sogar sowas wie Leichtigkeit bei den Jungs. Es war ein gutes, sehenswertes Spiel, was den 60 Zuschauern im Sportpark Martinroda geboten wurde und so konnten

Robert – Jasper/Eric/Julian/Philipp – Mohammad/Dan/Wendelin/Zinedin/Ryan – Lennox

erwartungsvoll und unbeschwert auftreten, es warteten Marius, Levis und Elias in der Rückhand, um ggf. zu fortgeschrittener Spielminute Varianten bringen zu können. Danke wiederholt an Jasper und Wendelin, die Stärke der Truppe ist auch von ihnen mitgeprägt worden.

Es war ein behutsamer, abwartend-kontrollierter Start, wobei auch die Gäste bis zur 4. Min brauchten, um Robert zum ersten Mal zu testen. Er klärte im Gegenlauf und schlug den Ball auf Lennox im Halbfeld, der ihn fest machte und kurzentschlossen auf Ryan passte. Ryans Antritt wurde quasi mit Umringen durch alle 3 Abwehrspieler der Gäste entkräftet. In der 6. Min erhielt RWE eine Ecke rechts zugesprochen, der Ball kommt rein, Erfurts 7er umläuft das gesamte Strafraumensemble nimmt den Ball in Höhe rechter Ecke des 16ers auf – und hält straff über das Tor drüber. Wir hatten damit einen Vorgschmack, was hier heute gehen sollte. In der 8. Minute dann (sicher nicht unverhofft, aber leider dann doch recht früh) der Erfurter Führungstreffer – Erfurts 7er durchläuft die Abwehr, Robert im Rauslaufen umspielt, Ball an den Innenpfosten des langen Ecks und Rückprall ins Netz – Billardtor eben. Auch wenn da etwas Ärger hochkam, das war noch nicht alles – 11. Min Flanke von rechts gepflückt, 15. Min als letzter Mann ins Seitenaus geklärt – es war heute eben der Tag der Defensive und auch ein Torwart kann auf ähnlich viele Ballkontakte kommen, wie ein Abwehr(feld)spieler.  Die Jungs steckten nicht auf und in der 12. Min erhielten wir nach Foul an Ryan einen Freistoß, halbrechts durch Dan, der straff flach ins Außennetz klatschte – wäre der drin gewesen, hätte es ggf. einen anderen Spielverlauf gegeben. Eric klärte überlegen in der 16. Min einen Flugball mit dem Rücken zum Ball und auch in der 18. Min war unserer Viererkette kein Vorwurf zu machen, das dann einschlagende Tor war nach allegemeiner Ansicht aus einer Abseitsstellung (Grundlinie) erfolgt. Dass es so schwerer werden würde Anschluss zu halten ist klar – aber die Jungs hatten sich selbst als Ziel “einstellig” vorgegeben, dass sah trotzdem immer noch gut danach aus. Ein Erfurter Freistoß in der 20. Min scheiterte an einer Kopfballabwehr unsererseits und in der 23. Min klärt Robert souverän und unaufgeregt als letzter Mann – diese Phase zeigte, wie kontrolliert alles lief. Etwas slapstickhaft war Roberts Abwehr in der 26. Min als er einen hoch einfliegenden Ball im Rauslaufen wie beim Volleyball “wegbaggerte” – aber der Zweck heiligt bekanntlich die Mittel, und Erfurts Angreifer lief sodann ins Leere. In der 30. Min passte Zinedin exakt auf Dan, der halblinks einlief, Großchance – und wieder rückten alle zusammen. Den Erfurter Gegenstoß ausgangs der 31. Min klärte Eric stark und sauber am Strafraumrand, die Ausführung der Ecke dauerte (wir waren’s nicht) bis zur 33. Min, Robert pariert sie – dann keine Highlights bis zur Halbzeitpause.

Die Jungs hatten solide und diszipliniert dagegengehalten, so dass nichts nachzujustieren war. Lennox’ extremer Laufaufwand innerhalb der Dreierkette ließ aber nach Anfrage “noch ‘ne Viertelstunde” zu, so dass wir zunächst unverändert weitermachten. Die Gäste erhöhten Druck und Geschwindigkeit, so dass Robert in der 37. Min einen Diagonalball (ggf. Abseits) vorsorglich mit vollem Einsatz abfing. Zum Abschluss kamen die Gäste dann aber erst wieder in der 43. Min, langes Bein Robert, und Erfurt im zweiten Anlauf deutlich drüber. Die 49. Min sah eine hakelige Situation in unserem Strafraum, die aber glücklich ausging, man sah deutlich, dass die Rot-Weissen an ihre bisherigen Ergbenisse anknüpfen wollten, aber nicht so richtig zum Zug kamen. Auch waren die Ansagen die Spieler untereinander deutlich härter geworden, naja Gastgeschenke hatten wir ohnehin nicht erwartet. Wir brachten dann Elias für Lennox, da frischer Wind vorn ggf. helfen würde, hinten den Druck ‘rauszunehmen. Es war auch schon die  55. Min als Erfurt knapp links an unserem Gehäuse vorbeilegte, nachdem von halbrechts auf aussichtsreiche Position im Halbfeld zurückgelegt worden war. Die Spielzüge saßen schon, nur gab es heute die Räume nicht. Eine spektakuläre Glanzparade von Robert in der 56. Min (Sprung in Flugball) und ein neuerlicher “Riese” von Dan in der 63. Min zeigten dass die Jungs noch präsent waren und die Moral gut stand. Dennoch sollte durch Levi für Ryan (ebenfalls hoher Laufaufwand) die Stabilität gesteigert werden, das letzte Tor (65. Min, halbhoch ins lange Eck) konnte aber auch das nicht verhindern.

Die Jungs haben hier eine geschlossene, disziplinierte und auch trotzige Abwehrschlacht angenommen und geführt, die den Favoriten nicht zu seinem Spiel kommen ließ. Es gab nicht den befürchteten Dampfwalzensieg durch die Blumenstädter – ganz großes Kino! Vor Lusan und Jena braucht also niemand Angst zu haben, auch da geht was.

TG

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Kategorien: Allgemein, Allgemeine News, C-Junioren, C-Junioren News

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