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SV Germania Ilmenau – TSV Gera-Westvororte 1 : 9 (0:4)

Ilmenaus Trainer Lendrich hatte sich den Auftakt in die neue Landesklassesaison sicher anders vorgestellt. Wusste er zwar um die Spielstärke des Gastes aus Gera, aber was seine Mannschaft dem Gegner entgegensetzte, reichte in spielerischer wie in kämpferischer Hinsicht nicht um zu bestehen. Lud man doch durch fehlerhaftes Agieren in der Defensivarbeit den Gegner geradezu zum Toreschießen ein. Mit Scheler, MbaKuitche, Groß, Pompe und Reimann spielte Ilmenau mit einer Fünferkette vor dem eigenen Tor. Davor Kempf und Buse auf den Sechserpositionen. Für eigene Offensivaktionen waren Heydt über rechts, Ibrahim über links und Diallo zentral aufgestellt. Der Abwehrriegel hielt aber nicht sehr lange, mit der ersten Geraer Ecke – von Ludwig getreten- traf Dörlitz zur schnellen Führung für seine Farben (3.). Und nachdem Serfling ohne größere Gegenwehr über links bis zur Grundlinie dribbelte, hatte Rehnelt am langen Pfosten wenig Mühe, seine präzise Flanke zum zweiten Treffer mit Kopfball zu verwerten (9.). Hier war schon zu sehen, dass man bei den Angriffen der Gäste seine Mühe hatte mit dem Tempo mitzuhalten. So auch beim dritten Treffer, als eine schnelle Passfolge von Ludwig auf Heuschkel, der mit genauem Zuspiel in die Nahtstelle der Abwehr Schneider freispielte und Awira im Ilmenauer Tor keine Abwehrchance ließ. (23.).
Gera schaltete dann einen Gang zurück und Ilmenau sah im Feldspiel besser aus und erarbeitete sich bei schnellem Spiel in die Spitze sogar Torchancen. So konnte Wolf im Geraer Tor vor dem heranstürmenden Diallo nach Pass von Ibrahim noch klären, bei Diallos scharfer Eingabe vor das Gästetor konnte Ledig gerade noch vor dem einschussbereiten Reimann zur Ecke klären. Bei Heydts Schrägschuss musste sich Wolf richtig strecken, um den Einschlag im langen Eck zu verhindern. Vor dem Pausenpfiff erlief sich Heuschkel eine verunglückte Rückgabe von Buse und vollendete zum 0:4 Pausenstand (45.).
In Hälfte zwei kam bei Ilmenau Phi Phuc für Heydt auf die Sechserposition, Buse ging dafür auf die rechte Mittelfeldseite und für den Gelb/Rot gefährdeten Diallo kam Gustin ins Angriffszentrum. Diese Umstellungen sorgten aber nicht für eine bessere Defensivarbeit, im Gegenteil – baute der Gast doch in regelmäßigen Abständen seine Führung aus und profitierte dabei von leichtsinnigen Ballverlusten der Ilmenauer in der eigenen Hälfte. Da reichte vielmals ein aggressives Forechecking der Geraer, um Fehlabspiele oder Ballverluste zu provozieren. So trafen Heuschkel und Warning je zweimal und Schneider für Gera. Ilmenaus Keeper Awira wurde hier von seinen Vorderleutenalleingelassen.
Der Ehrentreffer für Ilmenau entstand nach einem weiten Abschlag des Ilmenauer Keepers, den der Geraer Ledig nicht konsequent klärte, Gustinihn erfolgreich störte und Ledig ihn im Strafraum zu Fall brachte. Den fälligen Strafstoß verwandelte er selbst zum 1:5 (54.). Mit nachlassender Konzentration in Geras Hintermannschaft kam Ilmenau noch zu weiteren Chancen. So lief Reimann allein auf das Geraer Tor zu, scheiterte aber am Geraer Keeper (73.). Gustin und Ibrahim nutzten ihre Schusschancen ebenso wenig.
Mit der in dieser Höhe nicht erwarteten Auftaktniederlage ging der Saisonstart gründlich daneben. Das Ergebnis sollte aber nicht als Standortbestimmung für die weiteren Spiele dienen, sondern einen Lerneffekt der neuformierten Ilmenauer Mannschaft auslösen, was Spieltempo und Defensivarbeit auf Landesklassenniveau angeht.

Ilmenau: Awira; Pompe, Groß, Scheler, Buse (75. Beyer), Ibrahim, MbaKuitche, Heydt (46. Phi Phuc), Diallo (52. Gustin), Reimann, Kempf

Gera-Westvororte: Wolf; Ledig, Heuschkel, Praeger (65. Hinz), Schneider (75. Sander), Dörlitz (65. Bierbaum), Warning, Serfling, Richter, Rehnelt, Ludwig

Schiedsrichter: Vaisbord (Erfurt)

Zuschauer: 50

Tore: 0:1 (3.) Dörlitz, 0:2 (9.) Rehnelt, 0:3 (23.) Schneider, 0:4 (45.) Heuschkel, 0:5 (50.) Heuschkel, 1:5 (54. FE) Gustin, 1:6 (60.) Schneider, 1:7 (64.) Heuschkel, 1:8 (75.) Warning, 1:9 (81.) Warning

Uwe Frank

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Kategorien: I. Männer

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