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Frühestes Tor der Saison stärkte taktisches Konzept der Gäste

SV Germania Ilmenau – SpVgg Geratal 0:2 (0:1)

Unterschiedlicher konnte zu Beginn des Kreisderbys im Hammergrund die Stimmungslage unter den Aktiven und Anhänger beider Mannschaften nicht sein. Beide hatten in der Vor­wo­che in Steinbach/Hallenberg anzutreten und waren mit unterschiedlichen Ergebnissen zurückgekehrt. Die Gastgeber waren mit 5:0 erfolgreich gewesen, die Gäste mit 0:1 unter­legen. Die Erwartungshaltung der Ilmenauer war groß, die anderen hofften.

Das Gegentor, das die Heimmannschaft nach 44 Sekunden hinnehmen musste, sollte bereits die Weichen für den weiteren Verlauf des Spieles gestellt haben. Es bestimmte das taktische Verhalten und letztlich den Erfolg der Spielvereinigung.

Geratal zog sich zurück, massierte die Abwehr und suchte mit schnellen Gegenangriffen das Spiel für sich zu entscheiden. Es gelang den Gästen in jeder Hinsicht, auf Augenhöhe mit den Gastgebern zu spielen und in keiner Weise die Kontrolle über das Spiel zu verlieren.

Germania wiederum kämpfte verbissen um den Anschluss. Da die Gäste mittels hoher Lauf­ar­beit die Räume verengten, wurden die Ilmenauer dazu gezwungen, die Bälle zu lange zu hal­ten. Damit konnten deren Angriffe oftmals unterbunden und im schnellen Um­kehrspiel  Gefahrenmomente vor dem Germaniator geschaffen werden. So entschied letzt­lich ein zweiter Treffer in der Schlussphase das Spiel verdient für die Gastmann­schaft.

Mit dem Anpfiff wurde Yasin Ben Achour steil in die Gasse geschickt und lief allein auf Kott zu. Der bekam noch die Hand an den Ball, doch Heyer hatte keine Mühe die Kugel von der Strafraumgrenze im leeren Tor zum 0:1 unterzubringen.

Die Gastgeber brauchten lange, sich von dem Schock zu erholen. Sie besetzten das Mittel­feld, erzielten aber in Richtung des gegnerischen Tores keine Wirkung und mussten vor den schnellen Kontern der Gäste auf der Hut sein. So verfehlte Huck nach Eckball nur knapp das Ilmenauer Tor.

Erst zum Ende der ersten Halbzeit hin hatte Germania die Möglichkeit zum Ausgleich. Ein scharfe Eingabe von Fernando fand innen keinen Abnehmer. Im Gegenzug kam Keiner vor Kott zum Schuss, der reagierte glänzend und wehrte den Ball ab.

Nach Wiederbeginn ergab sich für Keiner die nächste Gelegenheit. Er reagierte im Gedränge

vor dem Germaniator am schnellsten, schoss aber den Ball ins Aus.

Nachdem Walch von der linken Grundlinie aus Fernando in gute Position gebracht hatte, wur­de dessen Schuss von einem Gegenspieler zu Ecke abgefälscht.

Die Entscheidung fiel zwanzig Minuten vor Spielende. Nach Einwurf erreichte ein Diagonal­pass den links durchstartenden Hofmann, gegen dessen Flachschuss in die lange Ecke der Ilmenauer Keeper keine Abwehrmöglichkeit hatte. Germania gab nicht auf, öffnete die eigene Deckung und hätte höher verlieren können. Während die eigenen verstärkten An­griffs­bemühungen scheiterten, standen kurz hintereinander Brandl und Keiner frei vor Kott, der nicht zu überwinden war. In den verbleibenden Minuten geriet der Gästesieg nicht mehr in Gefahr.

Gästetrainer Walter Jänicke freute sich über den Erfolg: “Meine Mannschaft hat gut gespielt und war taktisch hervorragend eingestellt. Sie hat verdient gewonnen.”

Wieland Kühn lobte zunächst die Bereitschaft von Amarell und Traue, die trotz ärztlichen Anratens, nicht zu spielen, sich in den Dienst der Mannschaft gestellt hatten: ” Die taktische Grundhaltung unseres Gegners überforderte das Spielvermögen einiger meine Spieler. Sie hielten die Bälle zu lange und verloren sie. Das Zuspiel war mangelhaft. Die Körpersprache ließ zu wünschen übrig. Die entstandenen Fehler luden zu Konterangriffen ein. Insgesamt war die Einsatzbereitschaft aller Spieler gegeben. Die Gäste verdienten sich nicht zuletzt wegen ihrer guten taktischen Einstellung den Sieg.”

Germania: Kott, Rinn, Dobrocki, Gerhardt, Metzmacher, Finn, Traue, Jüngling, Fernando, Amarell (75. Hellmuth), Walch (75. Werner)

SpVgg: Lipsius, A. Ben Achour (80. Seeber), Huck, Y. Ben Achour (65. Brandl), Bärwin­kel, Wollenschläger, Keiner, Hofmann (87. Mielke), Franz, Heyer, Kruse.

Schieri: Björn Schowtka, Jena

Zuschauer: 130

Tore: 0:1 Heyer (1.), 0:2 Hofmann (72.).

5.5.2012  John Schmidt

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1 Kommentar
Kategorien: Allgemein, I. Männer

1 Kommentar

  1. Nicht Ben Achour wurde in die Gasse geschickt, sondern Robin Keiner.

    Fan am 6. Mai 2012 um 11:28